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Leverkusen
122 neue Flüchtlinge in einer Woche

Dortmunder applaudieren Flüchtlingen am Bahnhof
Leverkusen. Gestern erreichten 20 Flüchtlinge aus Afghanistan die Stadt. Der Zustrom hält unvermindert an. Von Gundhild Tillmanns

Eine Gruppe von 20 Flüchtlingen aus Afghanistan traf gestern mit einem Bus am Rathaus in Leverkusen ein. Unter ihnen sind Frauen mit Kindern, Familienväter, aber auch alleinstehende Männer. Die Gruppe wurde in eine Unterkunft an der Miselohestraße gebracht. Für Leverkusen sind von Freitag, 11. September, bis Freitag, 18. September, insgesamt 122 Flüchtlinge zur Neuaufnahme angemeldet worden: Das gab die Pressestelle der Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion bekannt.

Die neue Unterkunft Im Bühl wird allerdings erst in der kommenden Woche bezugsfertig, so dass die Neuzugänge noch auf die bestehenden Flüchtlingsquartiere verteilt werden müssen. Mit Hochdruck entwickelt die Stadt derzeit neue Möglichkeiten, um Unterkünfte für Asylsuchende zu schaffen. Dem Stadtrat lag dazu in jüngster Sitzung am Montag auch eine Auflistung vor, welche Unterkünfte in Kürze geschaffen werden. Dazu gehören das ehemalige Jugendhaus an der Felderstraße, wo eine Containeranlage für 90 Flüchtlinge errichtet wird, sowie ein weiterer Standort am Fester Weg/Schopenhauerstraße. Die sollen Ende November bezugsfertig sein. Umgebaut wird aktuell das von der Stadt gemietete ehemalige Firmengebäude an der Josefstraße. Ausgewiesen sind für weitere Containerstandorte Flächen an der Dohrgasse, Merziger Straße und der Heinrich-Claes-Straße. An allen drei Standorten könnten Containeranlagen ähnlich wie Im Bühl verwirklicht werden.

Sanierungen des Geländes wären aber zuvor bei den Standorten Merziger Straße und Heinrich-Claes-Straße notwendig. An der Heinrich-Claes-Straße müsste zunächst der gesamte Untergrund um mindestens 30 Zentimeter aufgetragen werden, um dort Container überhaupt aufstellen zu können. An der Merziger Straße muss sogar ein Bodenaustausch erfolgen. Die Stadt rechnet deshalb mit dem Baubeginn für diese Flüchtlingsunterkünfte frühestens im nächsten Jahr.

Neben der vom Stadtrat beschlossenen Zeltstadt am ehemaligen Freibad Auermühle wird jetzt für eine weitere Landeseinrichtung ein Standort an der Solinger Straße geprüft. Dazu führt die Stadt Gespräche mit Bezirksregierung Köln und es werden bereits die Voraussetzungen für einen Neubau geprüft und mit allen Beteiligten abgestimmt. Aus der Pressestelle der Stadt heißt es dazu: "Sollten entsprechende Verträge geschlossen werden und die planerischen Voraussetzungen geschaffen sein, würde dort zwischen Opladen und Rheindorf eine Einrichtung gebaut werden, die mindestens 500 Flüchtlinge des Landes aufnimmt." In solchen zentralen Unterbringungseinrichtungen verblieben die Asylbewerber in der Regel einige Wochen, bis die Unterlagen für den Asylantrag geprüft seien. Danach würden die Flüchtlinge auf die Kommunen des Landes verteilt, heißt es von der Stadt.

Quelle: RP
 
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