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Leverkusen
14 Malschülerinnen stellen ihre Werke aus

Leverkusen. Zum 18. Mal zeigt die Malschule von Ellen Loh-Bachmann Ergebnisse eines Unterrichts-Jahres in der evangelischen Friedenskirche in der Waldsiedlung. Für "Identitas" hinterfragten sich 14 Malerinnen selbst. Von Monika Klein

Die Wände im Gemeindesaal sind nach dem Umbau der Friedenskirche so weiß wie nie. Perfekt für die Bilder der Jahresausstellung der Eloba Schule für Malerei, die hier schon zum 18. Mal ausgewählte Ergebnisse präsentiert. Am Sonntag wird die Schau eröffnet, für die alle Schüler dieses Mal den Blick auf die eigene Person und das Selbstverständnis als Maler sichten sollten. "Identitas" ist der verbindende Titel einer Präsentation mit ganz unterschiedlichen Facetten und Handschriften.

Unterschiede ergeben sich schon durch den Ausbildungsstand, der in der Eloba-Schule sehr gut an der jeweiligen Technik ablesbar ist. Die Anfänger bekommen grundsätzlich Kohlestift und Papier in die Hand und immer denselben Keramiktopf als Modell vorgesetzt. Die Endergebnisse unterscheiden sich dennoch, wie hier am Beispiel der beiden Neulinge Brigitta Ringel und Marion Karlhofer deutlich wird. Auch Ines Willenborg hat noch mit Kohle gearbeitet, allerdings schuf sie eine Reihe von ausdrucksvollen Porträts, die sie nach Fotos gezeichnet hat. Nach eigenen Fotografien arbeiten viele ihrer Schüler heute, weniger nach Skizzen, sagt Ellen Loh-Bachmann. Da macht sie keine Vorgaben. Ebenso lässt sie allen die Freiheit, zu probieren und einen eigenen Stil zu entwickeln. Die unterschiedlichen Techniken allerdings lernen alle in derselben Reihenfolge: Bleistift- und Kohlezeichnung, Pastellkreide, Öl- und Acrylmalerei.

"Mut ist das Wichtigste in der Kunst", sagt die freischaffende Künstlerin und Lehrerin. Sie will nicht nur Mut zur Farbe vermitteln, sondern auch ermuntern, nicht zu perfektionistisch zu sein. Auch große Meister hätten ihr Handwerk nicht in Wochen erlernt. Dr. Karin Rheingans malt schon seit 18 Jahren bei Eloba und hat ihren individuellen Stil entwickelt. Sie zeigt hier Wasserspiegelungen in unterschiedlichen Landschafte und ganz eigenen (Farb-)Stimmungen. Conny Brambach, auch eine Erfahrene, hat sich von Elobas Vorliebe für kräftige Farbigkeit anstecken lassen, wie ihre Serie "Tafelsilber" mit verschiedenen Meeresfrüchten zeigt. Ebenso Patricia Dick, die sich Museumsansichten auf sehr individuelle Art zurechtgebogen hat, oder Marion Ochs, die in der Auseinandersetzung mit Malewitsch farblich verfremdete Porträts schuf.

Petra Reuter empfand Bilder des kolumbianischen Malers Botero nach und entwickelte dessen typische dicke Damen weiter zu starken Einzelbildern. Monika Lamp hat mit einem Makroobjektiv Detailaufnahmen vo Pflanzen gemacht und in Malerei umgesetzt, die so fast abstrakt wird. Sabine Richter malte detailreiche Heiligenfiguren auf verwischte Hintergründe. Maria Junglas schuf eine Einheit von Meerbildern mit schroffen Steilküsten. Jeanine Weber griff dasselbe Thema ganz anders auf, viel weicher mit Pastellkreide, die auch Vera Leweke für ihre stilisierten Bäume und Ulrike Tartler für süße Früchte vor verwischtem Hintergrund verwendeten. Ein Bild erinnert an den verstorbenen Schüler Berthold Müller.

Quelle: RP
 
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