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Leverkusen
1,5 Kilo Heroin vermittelt: Bewährungsstrafe für Kölner

Leverkusen. Das Amtsgericht Leverkusen hat am gestrigen Vormittag einen 40-jährigen Mann zu eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Der Angeklagte hatte im Februar 2014 als Mittelsmann versucht, 1,5 Kilogramm Heroin von den Niederlanden in den russischen Raum zu überführen.

Das Vorhaben gelang allerdings nicht, da der Kurier, der das Rauschgift über die Grenze nach Leverkusen schmuggeln sollte, in Köln kontrolliert und die Ware dabei entdeckt wurde. Ein Bekannter namens Oleg, so gab der Angeklagte an, habe den Stein ins Rollen gebracht. Auf sein Drängen hin habe er einen nicht näher bekannten Händler in den Niederlanden kontaktiert - Sprachbarrieren sollten so überwunden werden.

Für ein Handgeld von 500 Euro habe der 40-Jährige die Drogen lediglich in Empfang nehmen und gleich weitergeben sollen. Sein pflichtmäßig ihm zur Seite gestellter Verteidiger sah genau in diesem Punkt die klassische Position eines Gehilfen bestätigt - dem pflichtete das Gericht bei.

In das Urteil wurde zudem ein Waffen- sowie Munitionsfund, den die Polizei in der Kölner Wohnung des Angeklagten machte, einbezogen. Dafür wurde dieser zwar bereits verwarnt und zu einer Geldstrafe verurteilt, da der Fund jedoch im Rahmen des gestrigen Verfahrens gemacht wurde, ist es rechtens, ihn mit einfließen zu lassen. Die wenigen Vorstrafen des Angeklagten und das umfassende Geständnis, das ein langes Verfahren verhinderte, wurden ihm zugunsten ausgelegt. Zudem bescheinigt das Gericht dem Mann eine günstige Sozialprognose, schloss er doch eine Umschulung zum LKW-Fahrer erfolgreich ab - einen Job, den er ab sofort antreten könne, habe er zudem auch in Aussicht.

Was bleibt, ist die Anstiftung zur Einfuhr von Drogen und Streckmittel in nicht geringer Menge. "Es war eine riesen Dummheit von mir. So viel Ärger wegen nichts. Ich will ein normales Leben führen", sagte der Kölner dem Gericht.

(brü)
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