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Leverkusen
150 Jahre Schulgeschichte in Büchern

Leverkusen: 150 Jahre Schulgeschichte in Büchern
Elke Heise und das Büchereiteam der Marienschule Opladen haben in der Schul-Kapelle eine Ausstellung mit Büchern und Schriften zu jedem Jahrzehnt der 150-jährigen Schulgeschichte aufgebaut. An den Wänden hängen Plakate mit eine Kurzchronik. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Mit einer Bibliotheksausstellung begannen gestern die Festwochen zum 150. Jubiläum der Opladener Marienschule. Von Monika Klein

Die Kapelle der Marienschule ist für die nächsten zwei Wochen zum Ausstellungs- und Leseraum umfunktioniert worden. Für den heutigen Festakt und die Festmesse zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Schule wäre sie ohnehin zu klein gewesen. Die Eröffnung mit Konzert und Ansprache findet heute um 17 Uhr in der St.-Remigius-Kirche statt. Für den Festgottesdienst am 7. Juli (10 Uhr) hat man den größtmöglichen Raum im Bistum gewählt: den Kölner Dom.

In der hauseigenen Kapelle, die natürlich eng mit der 150-jährigen Geschichte der einstigen Höheren Mädchenschule der Dernbacher Schwestern verbunden ist, kann man sich derzeit auf dem Zeitstrahl zurückbewegen. Und zwar anhand von Büchern und Schriften. Vieles hat sich seit der Gründung 1866 verändert: das Gebäude, die Unterrichtsinhalte und die Menschen. Vieles ging verloren, aber vieles ist noch nachvollziehbar, in Büchern und durch Bücher.

Lehrerin Elke Heise und ihr emsiges Bibliotheks-Team haben jedem Jahrzehnt der Schulgeschichte passende Bücher zugeordnet. Inklusive der düstersten Zeit bis zur Schließung 1940, erinnerte Schulleiter Dr. Dieter Miedza bei der gestrigen Eröffnung der Ausstellung. Besondere Schätze sind die historischen Druckwerke aus dem 19. Jahrhundert, die hinter Vitrinenglas gesichert sind.

Eine Bibliothek zu führen und instand zu halten, verlange auch regelmäßiges Ausmisten, erklärte Elke Heise. Den Ausschuss kann man antiquarisch verkaufen - oder kreativ nutzen. In der Ausstellung sind eine ganze Reihe von Kunstobjekten zu sehen, die mit dem scharfen Skalpell aus Büchern geformt wurden, außerdem etliche dekorative Bastelarbeiten aus alten, bedruckten Papieren.

Zu den heute beginnenden Jubiläumswochen ist eine 265 Seiten dicke Chronik entstanden: "Zeitsprünge - Ein Porträt und Lebensbild der Marienschule von 1866 bis heute". Die Texte sind bebildert mit vielen Fotografien von Schülern, Lehrern und Gebäuden. Außerdem zeigt das gewichtige Werk diverse Dokumente. Eine Kurzfassung der Chronik wurde auf Papptafeln gedruckt, die derzeit rund um die Ausstellungstische aufgehängt wurden, die aber später einen Platz im Treppenhaus bekommen sollen.

Fast fertig ist der neue Raum der Stille gegenüber der Kapelle, der mit Symbolen gestaltete farbige Fensternischen bekam.

Am Samstag findet von 12 bis 18 Uhr das Ehemaligentreffen der Marienschule statt, zu dem sich Gäste aus etlichen europäischen Ländern, den USA, Hong Kong und Australien angemeldet haben.

Quelle: RP
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