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Leverkusen
1500 Handwerker im Bayer-Kasino: Der beste Meister ist Leverkusener

Leverkusen: 1500 Handwerker im Bayer-Kasino: Der beste Meister ist Leverkusener
Metallbauspezialist Marco Wank (31) wurde gestern im Bayer-Kasino als Bester der 1500 Meister geehrt. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Rund 1500 junge Handwerker haben seit Mitte 2014 ihre Meisterprüfung bei der Handwerkskammer zu Köln bestanden. Nicht nur einer davon kommt aus Leverkusen, aber der Beste: Marco Wank (31) wurde anlässlich einer großen Meisterfeier der Kammer im Bayer-Kasino als bester Jungmeister ausgezeichnet. Von Siegfried Grass

Der 31-Jährige ist nicht nur für die Qualitätskontrolle und als Abteilungsleiter bei der Kürtener Metallbaufirma Ley tätig, sondern erhielt jetzt auch den Meisterbrief als Metallbaumeister.

Bei der Ehrung wurde er kurz von Moderator Bernd Stelter gefragt, was er denn so mache: "Auch auf das Kleingedruckte in den Verträgen achten und alles nachmessen", lautete kurzweg seine Antwort. Zwar machen, wenn er beispielsweise beim Treppen- und Geländerbau tätig ist, die Architekten meist die Vorgaben, aber in den Verträgen steht auch, dass der Metallbauer für die exakte Einhaltung der Maße zuständig ist. Wank hat bereits während des Zivildienstes die Weiterbildung zum Fachkaufmann absolviert und sich danach in der Abendschule zum Schweißfachmann weitergebildet. Seit zehn Jahren ist er bei der Kürtener Firma tätig.

Aber nicht nur für ihn als leitender Angestellter einer großen Firma hat sich die Anstrengung gelohnt, mit ihm erhielten rund 1500 Handwerker "ihre Rolle" im Rahmen einer kurzweiligen Meisterfeier. Rund die Hälfte will sich selbstständig machen. Bernd Stelter, Moderator und Komiker, bekannt auch als Karnevalist und Sänger, sorgte dafür, dass die zweistündige Veranstaltung alles andere als langweilig verlief. Er gab offen zu, dass er sehr abhängig von Handwerkern sei - beispielsweise von guten Konditormeistern. "Ich muss sehen, dass ich immer so viel Geld verdiene, dass ich mir einen Handwerker leisten kann", bekannte er mit dem Hinweis auf seinen misslungenen Versuch, eine Lampe am Haus zu befestigen: "Meine Frau sagte, ich hätte das Haus perforiert."

Im Kölner Kammerbezirk, der von Bedburg bis Reichshof, von Radevormwald bis Rheinbach reicht, waren zum Jahreswechsel genau 33.636 Handwerksbetriebe registriert. 1.606 haben davon ihren Sitz in Leverkusen. Allerdings gibt es immer mehr zulassungsfreie Handwerke, wozu beispielsweise auch Fliesen- und Mosaikleger, Uhrmacher oder Parkettleger zählen.

Die meisten zulassungspflichtigen Betriebe im Kammerbezirk gibt es in den klassischen Gewerken wie Maurer und Betonbauer (1.123), Maler und Lackierer (1.451), Kraftfahrzeugtechniker (1.528), Installateure und Heizungsbauer (1.684), Elektrotechniker (1.976), Tischler (1.108) und vor allem Friseure (2.962). Aber es gibt auch noch einen Seiler, zwei Schlagzeugmacher oder drei Glasbläser.

Weil dabei die Zahl der zulassungspflichtigen Handwerke eher abnimmt, legt die Kammer sehr viel Wert auf eine hohe Qualität der Berufsausbildung und Weiterbildung zum Meister. Hans Peter Wollseifer, als Deutschlands oberster Handwerker gerade mit der Bundeskanzlerin in China unterwegs, betonte in seiner Videoansprache: "Den Chinesen ist es gelungen, vieles, was in Deutschland erfolgreich ist, zu kopieren. Nur eine Kopie des deutschen Handwerks gibt es noch nirgendwo in der Welt."

Quelle: RP
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