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Leverkusen
15.000 Unterschriften gegen die Museums-Schließung

Leverkusen. Gerhard Richter war einer der ersten, der gegen eine Schließung des Museums Morsbroich protestierte. Das war der Hauptpunkt im Ende Februar veröffentlichten Wirtschaftsprüfer-Gutachten zur Einsparung von einer Million Euro jährlich im Kulturetat. "Eine öffentliche Sammlung ist keine Geldanlage, die je nach Kassenlage geplündert werden kann", schrieb der Künstler in seinem offenen Brief. "Sie ist ein Stück Kunstgeschichte und repräsentiert das Gedächtnis ihrer Träger." Viele Menschen, darunter internationale Kunstexperten, haben sich dem angeschlossen. Die Ausdrucke der Online-Petition säumen den Treppenabgang im Museum. Der entschiedenen Haltung Gerhard Richters und weiterer Kunstprominenz schlossen sich bis jetzt fast 15.000 Unterzeichner an.

Die Petition wird am Montag in Papier-Form samt Kommentaren an Oberbürgermeister Uwe Richrath übergeben. Die Protestnote wurde in allen Bundesländern und durch Unterschriften aus ganz Europa, aber auch aus Argentinien, Australien, Japan, Kolumbien, Neuseeland, Mexiko, Kanada, Pakistan, der Russischen Föderation, Südafrika, Südkorea, Thailand, den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten, China, Guatemala, Palästina, Tadschikistan und Brasilien unterstützt. Der Text der Petition: www.openpetition.de/petition/online/offene-petition-fuer-den-erhalt-des-museum-morsbroich

(mkl)
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