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Leverkusen
152 Frauen und ein Mann tanzen auf dem goldenen Vulkan

Leverkusen. Noch laufen die Proben auf Hochtouren, am 18. Juni ist es soweit. Nach einjähriger Vorbereitung verwandeln 152 Tänzerinnen und ein Tänzer des Tanztheaters Schlebusch die Forum-Bühne in einen goldenen Vulkan. Nachdem sich die Choreographin Inge Weber-Hintzen bei der letzten Produktion "WAS TUN ?!" mit der Umweltproblematik auseinandergesetzt hat, geht es im tragikomischen Märchen nach der Erzählung von Alois Weber um die Macht des Goldes und die Willkür der Herrschaft. Von Monika Klein

Der Plot vom "Tanz auf dem goldenen Vulkan": Im Bergwerk schuften Zwerge und Ratten. Als Untertanen des Königs beschaffen sie dort Gold für den Herrscher. Der liebt Gold und Tanz, feiert prächtige Feste, während das arme Volk hungert. Die ausgebeuteten Untertanen lehnen sich auf. Aber es ist nicht das Volk, das den Alleinherrscher stürzt, sondern seine Gier nach dem Gold. Denn die Geister, die er rief, wenden sich gegen ihn. Wenn der König von seinem Volk gerettet werden will, muss er sich ändern.

Weber-Hintzen ging es darum, ein kritisches, aktuelles Thema anspruchsvoll und doch unterhaltsam zu inszenieren und dabei ein Spektrum an Rollen und Handlungsräumen zu entwickeln, das von 153 Tänzern im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter gemeinsam bewältigt werden kann. Die Geschichte wurde so auf die Besetzung abgestimmt, dass auch die Vierjährigen die Handlung nachvollziehen und sich mit ihren Rollen identifizieren können. Weber-Hintzen leitet seit über 30 Jahren die Sparte Tanz im Schlebuscher Turnverein und bereichert die Leverkusener Kulturszene regelmäßig mit abendfüllenden Produktionen.

Die Bindung an einen traditionellen Verein erwies sich als Vorteil, weil er mit moderaten Beiträgen allen Kindern und Jugendlichen die Auseinandersetzung mit künstlerischem Tanz durch professionell ausgebildete Lehrkräfte ermöglicht und über Projektfinanzierungen die Freiräume eröffnet, die unabhängige Kulturarbeit und kulturelle Bildung brauchen - besonders in Zeiten der Einsparungen und Kürzungen. "Die Produktions- und Aufführungskosten sind mittlerweile so hoch, dass sie durch den Kartenverkauf und die Unterstützung durch KulturStadtLev nicht gedeckt werden können", betont Weber-Hintzen. Ohne die finanzielle Unterstützung des Vereins gäbe es keinen "Tanz auf dem goldenen Vulkan".

Premiere im Großen Saal des Forums ist am Samstag, 18. Juni, 17 Uhr. Eine zweite Aufführung folgt am Sonntag, 19. Juni, 16 Uhr. Karten zu 13, ermäßigt sieben Euro an der Forum-Kasse, unter 0214 4064113 oder www.kulturstadtlev.de.

Wir verlosen heute zwei mal zwei Eintrittskarten für die Aufführung am 19. Juni. Anruf zwischen 12 und 12.15 Uhr unter 02171 400910.

Quelle: RP
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