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Leverkusen
180 Fernbusse täglich - trotz Baustelle

Leverkusen: 180 Fernbusse täglich - trotz Baustelle
Der Busbahnhof in Leverkusen-Mitte wird komplett umgebaut. Die Brücke über die Heinrich-von-Stephan-Straße ist bereits abgerissen. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Zurzeit wird am Busbahnhof eine Fernwärmeleitung verlegt. Fernbusse fahren Leverkusen in unveränderter Zahl an. Von Susanne Genath

Die Stadt ist mit dem Umbau des Busbahnhofs in Wiesdorf zufrieden. "Es läuft alles nach Plan", berichtet Stadtsprecherin Julia Trick. Zurzeit seien die Arbeiter damit beschäftigt, eine Fernwärmeleitung im Bereich des Busbahnhofs an eine andere Stelle zu verlegen. Die Probleme mit der Ersatzhaltestelle "Doktorsburg" an der Rathenaustraße seien ebenfalls beseitigt. Die Bushalte in beide Richtungen seien nun mit Licht ausgestattet. Bis zum Sommer standen die Fahrgäste Richtung Manfort abends im Dunkeln, weil an der Haltestelle kein Stromkabel lag.

Seit Mai laufen die Arbeiten für den neuen zentralen Busbahnhof in Leverkusen-Mitte. Sie sollen rund 1,5 Jahre dauern. Auslöser ist vor allem der neue Rhein-Ruhr-Express (RRX). Dadurch ist der Bau eines zusätzlichen S-Bahngleises durch die Deutsche Bahn AG notwendig. Darüber hinaus war der bisherige Bahnhof, der aus den 70er Jahren stammt, in einem schlechten Zustand und nicht barrierefrei.

Während viele Fahrgäste angesichts der großen Baustelle immer noch nicht auf Anhieb zum richtigen Bus gelangen - Ersatzhaltestellen befinden sich außer an der Rathenaustraße auch an Wöhlerstraße/Rathaus-Galerie -, beeinträchtigen die Arbeiten den Fernbusbetrieb des Unternehmens Flixbus nicht. "Die Stadt hat uns eine Ersatzhaltestelle zur Verfügung gestellt", berichtet Flixbussprecherin Susanne Hintermayr. "Mit dieser Lösung sind wir sehr zufrieden." Man habe bislang den Linienverkehr aus Leverkusen ohne Änderungen aufrechterhalten können.

"Derzeit gibt es je nach Wochentag täglich rund 180 Flixbus-Ankünfte und Abfahrten am Halt in Leverkusen", berichtet Hintermayr. Von der Chemiestadt aus würden mehr als 120 Direktziele in Deutschland und Europa angefahren. Auch der Stadt sind keine Beschwerden von Fernreisenden bekannt. "Die Haltestelle muss bald etwas weiter Richtung Post verlegt werden", kündigt Julia Trick an. Das bedeute jedoch keine große Umstellung.

Rund 7,8 Millionen Euro kostet der Umbau des Busbahnhofs, für den die Stadt Zuschüsse aus verschiedenen Fördertöpfen erhält. Seit Ende August ist der neue Kreisverkehr an der Rathenaustraße fertig. Die Brücke über die Heinrich-von-Stephan-Straße wurde abgebrochen. Länger als geplant dauerte laut Stadt der Abbruch der alten Bus-Wartehäuschen. Sie waren mit Asbest belastet und mussten aufwendig entsorgt werden.

Der neue Busbahnhof soll sicherer und übersichtlicher werden und besser mit der Bahn verknüpft sein. Der Zugang zu den Bussen wird künftig barrierefrei sein und ein taktiles Leitsystem für sehbehinderte Menschen haben. Ein 2300 Quadratmeter großes, halbdurchsichtiges Dach aus PVC soll die Fläche des Mittelbussteigs überspannen. Diese erste Bauphase soll Ende 2018 abgeschlossen sein.

Quelle: RP
 
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