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19-Jähriger will in Nepal in ein Kloster

Analyse: 19-Jähriger will in Nepal in ein Kloster
Der 19-jährige Jannis Riebschläger in Nepal. FOTO: Selfie
Leverkusen. Jannis On Tour Auf seiner Backpacker-Reise nach Asien bleibt der Hitdorfer Jannis Riebschläger vorerst in Nepal "hängen". Er will sogar die Landessprache lernen und vielleicht für eine Zeit lang ins Kloster gehen. Er arbeitet aktuell dort in einer Entzugsklinik. Von Gundhild Tillmanns

Mit Rucksack, Gitarre Selfie-Kamera und dem Daumen halt sich Anhalter und Wanderer Jannis Riebschläger vor gut vier Wochen auf den Weg nach Nepal gemacht. Der 19-jährige Abenteurer aus Schlebusch hat in Nepal sogar schon in gewisser Weise Fuß gefasst, wie er jetzt auf seinem Blog unter www.jannislife.de berichtet. Er hat sich spontan entschlossen, für längere Zeit in Nepal zu bleiben, sogar die Sprache zu lernen und damit ganz tief in das fremde Land einzutauchen.

Er sagt: "Die ersten vier Wochen habe ich genutzt, um etwas rumzureisen und mir ein Bild von Nepal Jannis hat eine einwöchige Wanderung in der Anapurnaregion unternommen und auf dem Mohare Danda sogar eine Höhe von 3300 Metern erreicht. "Für mich, der vor allem die Alpen gewohnt ist, war das schon verdammt hoch. Ich war schon recht stolz auf meine Leistung und bin einige Male ins Schnaufen gekommen", gibt er zu. Dabei heiße Danda auf Nepalesisch "Hügel", merkt er schmunzelnd an.

Diesen 3300 Meter hohen Berg bestieg Jannis. Dabei kam er ganz schön insSSchnaufen. Für die Einheimischen ist der Berg aber nur ein Hügel.

In Nepals Flachland, im Chitwan-Dschungel, musste der 19-jährige Leverkusener aufpassen, dass er den Nashörnern, Tigern, Krokodilen und Giftschlangen nicht zu nahe kam. Zumindest seiner Filmkamera, mit der er seine Reise wieder als Kinofilm dokumentiert, ist eines derNashörner aber ganz schön nahe gerückt. Janis sagt: "Ich bin extrem fasziniert von diesem wunderschönen Land." Es sei ungeheuer vielfältig mit eisiger Berglandschaft und dichtem Regenwald.

Seit wenigen Tagen ist Jannis nun als Volontär bei der "Support'n'Care"-Klinik, einer Drogenhilfeeinrichtung, in Nepals Dschungel, ehrenamtlich im Einsatz. Sie gehört zu den härtesten Entzugskliniken der Welt. Er helfe dort, wo er könne und sei sehr herzlich aufgenommen worden, berichtet der 19-Jährige. Er durfte auch bereits eine Gruppe von Straßenkindern in Englisch unterrichten. Und an den Abenden spielt er Gitarre und singt Lieder: "Gut, dass ich meine Gitarre doch mitgenommen habe. Die Kids hier sind total begeistert von europäischer und amerikanischer Musik und lernen fleißig die Songs, die ich ihnen gezeigt habe. Ich selbst lerne auch ein paar nepalesischhe Songs", erzählt er und kündigt an: "Hier in Nepal gibt noch viel zu entdecken, daher habe ich mich entschieden, nicht sofort nach Indien, Myanmar und Thailand zu reisen. Stattdessen bleibe ich länger in Nepal. Es gibt noch viele Erfahrungen zu machen. Vielleicht Nepalesisch lernen und die touristisch komplett unerschlossenen Gebiete erkunden? Vielleicht in ein Buddhistisches Kloster gehen und mit den Mönchen leben? Mal sehen."

Mit diesem Nashorn Aug' in Auge befand sich der junge Hitdorfer bei einer Dschungelwanderung in Nepal. FOTO: Jannis Riebschläger
Quelle: RP
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