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Leverkusen
20 Bewerber für die Stadion-Stimme

Leverkusen: 20 Bewerber für die Stadion-Stimme
Klaus Schenkmann am Stadion-Mikrofon: So erleben ihn die Werkself- und Gäste-Fans noch bis zum 14, Mai. Dann gibt Schenkmann den Posten des Stadion-Sprechers ab. FOTO: UM
Leverkusen. Am 14. Mai ist Bayers letztes Heimspiel der Saison. Im Rahmen der Partie gegen den FC Ingolstadt soll das Geheimnis gelüftet werden, wer die Nachfolge von Stadionsprecher Klaus Schenkmann antritt. Von Dorian Audersch

LEVERKUSEN Was auch immer am letzten Spieltag der Bundesliga in der BayArena passieren mag - emotional wird es auf jeden Fall. Stadionsprecher Klaus Schenkmann wird am 14. Mai nach 15 Jahren als Stimme der BayArena ein letztes Mal zum Mikrofon greifen. Danach ist Schluss, aus beruflichen und privaten Gründen. Der dreifache Vater will sich mehr auf Familie und Karriere konzentrieren. Für den Job als Stadionsprecher bleibt nicht mehr genügend Zeit.

Wie Schenkmann verabschiedet wird, steht laut Meinolf Sprink, Leiter der Direktion für Fans und Soziales bei Bayer Leverkusen, noch nicht endgültig fest - und hängt auch von der sportlichen Situation am letzten Spieltag ab. "Es ist klar, dass es rund um das Spiel gegen Ingolstadt eine Verabschiedung geben wird", sagt er. Ob das vor dem Anstoß oder nach dem Abpfiff stattfinde, sei hingegen noch offen. Das gilt auch für die Frage, wer die Nachfolge antritt. Klar ist nur, dass es ein Mann sein soll. Petra Dahl, die seit 2009 an der Seite von Schenkmann das Stadionsprecher-Duo bildet, bleibt Bayer erhalten. Insgesamt, sagt Sprink, gebe es mehr als 20 Bewerber für Schenkmanns Nachfolge. "Wir waren ziemlich überrascht, wie viele Leute sich gemeldet haben und wer alles seinen Hut in den Ring geworfen hat", sagt der 57-Jährige. Es sei eine interessante Auswahl.

"Im Moment führen wir Gespräche mit den einzelnen Kandidaten. Wir haben genaue Vorstellungen, welche Eigenschaften unser neuer Stadionsprecher mitbringen sollte." Gemeint ist damit vor allem eine starke Affinität zum Verein Bayer Leverkusen, seinem Umfeld und den Fans. Authentisch müsse der Nachfolger sein und Erfahrung im Umgang mit dem Mikrofon sei ebenfalls wichtig, sagt Sprink. Hinzu kommen die Bereitschaft und die notwendige Zeit, bei möglichen knapp 30 Heimspielen in einer Saison den Stadionsprecher zu geben - inklusive DFB-Pokal, Europapokal und Freundschaftsspielen. Das sei zwar kein Vollzeitjob, wie Sprink betont, "aber es ist aufwendig und bedarf einer gründlichen Vorbereitung."

Dass der Neue wieder ein Mann sein soll, liegt vor allem daran, dass Bayer Leverkusen gute Erfahrungen mit dem gemischten Sprecher-Duo Schenkmann/Dahl gemacht hat. Die Aufteilung während der Spiele ist bisher so, dass Schenkmann nah am Spielfeld und der Ersatzbank zum Mikrofon greift, während Dahl ihren Platz in der Nähe der Polizeileitstelle im Stadion einnimmt. Das hat vor allem psychologische Gründe. "Die Erfahrung zeigt, dass einer weiblichen Stimme anders und besser zugehört wird", sagt Sprink. Wenn es also direkte Ansagen an die Fans gibt, zum Beispiel, wenn verbotene Pyrotechnik gezündet wird, kommt Dahl ins Spiel. Schenkmann ist hingegen für die sportlichen Dinge rund um das Spiel zuständig.

Diese folgen einem festen Ablauf, der teilweise von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vorgegeben ist: Drei Minuten vor dem Anpfiff wird etwa die Aufstellung verlesen und auch wenn die Mannschaften auf den Platz kommen, folgt eine Durchsage - ebenso bei Auswechslungen, Toren, Gewinnspielen, Ehrungen oder der Anmoderation von Filmsequenzen. Das Programm beginn meist etwa eine Stunde vor dem Anstoß. "Die Aufgaben sind klar definiert", betont Meinolf Sprink.

Quelle: RP
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