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Leverkusen
2000 Bürger demonstrieren gegen A1-Stelze

Leverkusen: Demonstration gegen die A1-Stelze
Leverkusen. Etwa 2000 Leverkusener demonstrierten am Samstag gegen den Bau einer A1-Megastelze in Leverkusen-Küppersteg. Oberbürgermeister Uwe Richrath sagte: "Wir stellen uns hier als Stadt quer!" Von Ulrich Schütz

Auch drei ehemalige Leverkusener Oberbürgermeister zählten zu den Rednern bei der Demonstration in der Innenstadt. Paul Hebbel und Ernst Küchler sagten: Geld darf bei dem A1-Projekt keine Rolle spielen. In Leverkusen müsse die A1 in den Tunnel. Der Bundestagsabgeordnete Prof. Karl Lauterbach forderte mehr öffentlichen Druck aus Leverkusen. Alle Redner sagten, es müssten die Folgen einer stark befahrenen Megastelze für die Bürger einbezogen werden. 

Die A1 führt quer durch den Leverkusener Stadtteil Küppersteg. Anwohner beklagen eine hohe Lärm- und Feinstaubbelastung - und wollen mit aller Macht eine Tunnellösung. 

Demo gegen A1-Stelze in Leverkusen FOTO: Miserius, Uwe

Bundestagsabgeordneter Helmut Nowak will prüfen lassen, ob Gefahrentransporte durch den Tunnel fahren dürfen.  "Für mich gibt es zum Tunnel keine Alternative. Wir müssen aber darauf achten, dass uns die Industrie nicht wegläuft", sagte Nowak. Der Demo-Veranstalter kündigte auch einen "gewissen zivilen Ungehorsam" an, um den Druck zu erhöhen. Er kritisierte auch die Kölner Polizei, die eine Demo auf der Autobahn verhindert habe.

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