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Leverkusen
2016 entsteht der neue Busbahnhof

Leverkusen: 2016 entsteht der neue Busbahnhof
Die Illustration zeigt einen Grundsatzentwurf des neuen Busbahnhofes Wiesdorf. Besonderheiten: Die Zufahrt erfolgt direkt von der Rathenaustraße aus über einen Kreisverkehr (oben im Bild). Der Mittelbahnsteig soll überdacht werden, die gezeigte "Glasüberdachung" ist nur als Beispiel für die Größe des Daches eingezeichnet. FOTO: Stadt Leverkusen
Leverkusen. Spätestens in rund drei Jahren verliert Leverkusen sein letztes Bahnhofsgebäude: Das kleine Empfangsgebäude in Leverkusen-Wiesdorf muss für den Ausbau der RRX-Bahnlinie verschwinden. Von Ulrich Schütz

Damit für den RRX durchgängig zwei Gleise zur Verfügung stehen, wird im Bahnhofsbereich ein weiteres Gleis angelegt. Der jetzige S-Bahnsteig wird zu einem Mittelbahnsteig. Damit verbreitert sich die Bahnanlage um acht Meter in Richtung heutigen Busbahnhof. Die Folge: Der Busbahnhof Leverkusen-Mitte soll komplett umgebaut werden. Kostenpunkt der Maßnahme: rund 2,9 Millionen Euro, von denen die Stadt Leverkusen nur rund 0,3 Millionen Euro selbst tragen muss. Dafür falle aber die nötige Sanierung von Brücken und Stützwänden am heutigen Busbahnhof weg, womit wieder Geld für den Neubau frei werde. Nicht finanziert ist damit die Überdachung der Haltestellen, teilte Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn den Ratspolitikern am Donnerstag in einem Beratungspapier mit.

Eine Besonderheit der jetzt vorgelegten Planungsidee: Die heutige Zufahrt von der Rathenaustraße über die Schrägstraße bis zum Bahnhof fällt komplett weg. Der neue Busbahnhof soll über einen Kreisverkehr direkt an die Rathenaustraße angebunden werden. Dadurch werde die Fläche, die für den Banhstreckenausbau benötigt wird, kompensiert, rechnet die Stadt vor. Die Zufahrt zu den Bahnsteigen und zu den Bürohäusern der Heinrich-von-Stephan-Straße (wie Post, WGL, Arbeitsagentur etc.) bleibt erhalten. Sie läuft dann über eine Extrafahrbahn am Busbahnhof vorbei.

Weitere Besonderheit: Die geplanten 15 Haltepunkte (heute sind es 14) entstehen an zackenförmigen Bahnsteigen. Das hat den Vorteil, dass sich die Linienbusse bei der Andienung der jeweiligen Haltestellen nicht gegenseitig behindern.

Der gesamte Umbau von Bahnstrecke und Busbahnhof ist so ausgelegt, dass später noch ein Bahnhofsgebäude oder auch ein Hotel gebaut werden können. Auch die Verlängerung des Rialto-Boulevards bleibt möglich, verspricht die Stadt.

Der Busbahnhof-Umbau soll von den Ratspolitikern am Montag, 11. Mai, beschlossen werden.

Quelle: RP
 
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