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Leverkusen
22 Skulpturen zeigen Fußballweg

Fußballskulpturen bereiten auf Frauen-WM 2011 vor
Fußballskulpturen bereiten auf Frauen-WM 2011 vor FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Von weitem sehen sie aus wie rostige, eckige Säulen. Doch von nahem betrachtet heben sich Figuren aus den Eisenklötzen ab. Fußballer, die um den Ball kämpfen. Von Christina Wagemanns

"Es sollen Emotionen transportiert werden", erläutert Künstlerin Lilli Schulz, die die Skulpturen im Rahmen der FIFA-Frauen-Fußballweltmeisterschaft 2011 aufgestellt hat. "Jede meiner Skulturen stellt einen Spielzug dar, in dem zwei Spieler in Interaktion treten. Mal wird ein Foul dargestellt – der Eine ist enttäuscht, der Andere glücklich –, mal wirft sich ein Torwart dazwischen."

Vom Stadtpark bis zur BayArena

Die 22 Eisenskulpturen stehen aufgereiht vom Stadtpark entlang der Dhünn bis zur BayArena. "Sie kennzeichnen den Weg, den Fußballfans vom Bahnhof aus bis zum Stadion gehen", sagt Sportparkleiter Georg Boßhammer. Die Künstlerin ergänzt: "Sie begleiten den Fan." Und dabei geht es nicht nur um deutsche Fans. "Leverkusen ist einer von neun Austragungsorten der Frauen-WM", sagt Lilli Schulz. "In einem Dreivierteljahr wollen wir hier Fans aus aller Welt begrüßen."

Und dies taten elf der Skulpturen bereits 2006 zur Fußball-WM in Berlin. "Mein Wunsch wäre es, mit den Skulpturen durch ganz Europa zu reisen", verrät die Künstlerin.

Vereinigung von Kunst und Sport

"Ein tolles Projekt, das Sport und Kunst vereint", sagt Winfried Naß, FIFA-Abteilungsleiter für Städte und Stadien. "Es repräsentiert unsere Gastlichkeit" und "dokumentiert eindrucksvoll, dass Leverkusen als Austragungsort bestens vorbereitet ist", ergänzt Jürgen Beckmann, Bayer-Sportkoordinator.

Die letzte Skulptur steht am Schlusspunkt vor der BayArena. Dargestellt ist eine Figur, die die Arme in die Luft reißt, um etwa einen Ball abzuwehren (Torwart) oder ein Fan, der sich über ein Tor freut. Das liegt ganz im Auge des Betrachters. Die Skulpturen bleiben bis zum Finale der FIFA Frauen-WM am 17. Juli 2011 stehen.

Lilli Schulz ist keine Unbekannte in Leverkusen. Die 49-Jährige stellte bereits 2005 bei der Landesgartenschau eine Skulptur unter dem Motto "Kriege Schach-matt" im Neulandpark aus. Diese steht bis heute hinter dem Ruderclub.

Quelle: RP
 
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