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Leverkusen
300 Mio Euro für Wartung und Effizienzsteigerung

Leverkusen. Der frühere Teilkonzern "Bayer MaterialScience" heißt seit September 2015 einfach "Covestro". Die Kunststoffabteilung wurde ausgegliedert, der Bayer-Konzern will sich auf das Geschäft mit Pharma und Pflanzenschutz konzentrieren. Dennoch liegen noch 69 Prozent der Covestro-Anteile bei Bayer.

Erstmals am Donnerstag, 7. April, darf der Konzern diese Aktien an der Börse versilbern. "Was Bayer mit seinen Aktien vorhat, will und darf ich nicht wissen", sagte Covestro-Chef Patrick Thomas gestern auf der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens.

Bei Covestro fanden auch viele ehemalige Bayer-Mitarbeiter einen neuen Arbeitgeber. 15.800 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen) sind bei Covestro beschäftigt, davon knapp 3.500 im Leverkusener Chempark. Wobei etwa 15 bis 20 Prozent der weltweiten Produktion der ehemaligen Bayer-Sparte in Leverkusen zu Hause ist. Die beiden anderen rheinischen Standorte Dormagen (1.424 Mitarbeiter) und Uerdingen (1.175 Mitarbeiter) beheimaten noch größere Produktionsbetriebe. Allerdings sind in Leverkusen die Verwaltung und die rund 1000 Mitarbeiter zählende Forschungsabteilung angesiedelt.

Damit ist Covestro auch der größte Kunde von Currenta, dem Betreiber des Chemparks, an dem wiederum Bayer und Lanxess mit 60 bzw. 40 Prozent beteiligt sind. Wenn Covestro einen neuen Düker für die Verbindung seiner Transportrohre zwischen den Werken Leverkusen und Dormagen benötigt, baut den Currenta.

Neue Produktionsanlagen plant Covestro derzeit nicht in Leverkusen, hieß es am Rande der Kölner Veranstaltung. Aber auch so werden rund 300 Millionen Euro jährlich in die Wartung und eine bessere Effizienz der Covestro-Anlagen im Leverkusener Chempark ausgegeben.

(sg-)
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