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Leverkusen
400 Gäste bei der Hörspielnacht

Leverkusen: 400 Gäste bei der Hörspielnacht
Familie Ziarek und Freunde sind das vierte Mal bei der Hörspielnacht im Garten von Schloss Morsbroich. Sie kommen aus Langenfeld. Foto: Uwe Miserius FOTO: Miserius Uwe
Leverkusen. Die meisten Menschen hören Hörspiele abends zum Einschlafen oder unterwegs beim Autofahren - im Freien mit 400 anderen Personen eher seltener. Das jedoch war am Samstagabend der Fall bei der Hörspielnacht im Garten des Museums Morsbroich, zu der KulturStadtLev und WDR 3 im Rahmen des Morsbroicher Sommers eingeladen hatten. Von Bastian Quednau

Vom Rasen aus lauschten die Zuhörer einem neuen Fall von Kultdetektiv Sherlock Holmes. Wer wollte, konnte sich vor Ort einen Stuhl leihen. Viele Besucher hatten sich aber Decken und Luftmatratzen mitgebracht. "Wir hatten auch schon Gäste, die sich hier Zelte aufgebaut haben", erzählt Anke Holgersson, Leiterin des Kulturbüros von KulturStadtLev.

Der Fall "Sherlock Holmes und das Geheimnis des weißen Bandes" ist ein ganz besonderer, wird der Detektiv aus der Baker Street hier doch selbst wegen Mordes angeklagt. Die Geschichte stammt jedoch nicht aus der Feder des berühmten Schriftstellers Sir Arthur Conan Doyle, sondern aus der von Anthony Horowitz. Der britische Autor nimmt die Figuren von Conan Doyle und entwickelt mit ihnen neue Fälle. Diese wiederum wurden unter der Regie von Schauspieler und Hörspielliebhaber Bastian Pastewka in einen dreiteiligen Radiokrimi umgewandelt, der nun im Garten des Museum Morsbroich zu hören war.

"Wir sind zu sechst hier und die meisten von uns zum ersten Mal", berichtet Jasmin Hilberoth (26). "Es ist schön, mit Freunden hier zusammen zu sein. Das Stück ist auch interessant." Dieter Vogel (51) wirft scherzend ein: "Man muss die Jugend ja auch irgendwie an die Kultur heranführen."

Ein paar Meter weiter sitzen Andrea und Michael Wiesler, die ebenfalls zum ersten Mal bei der Hörspielnacht waren. "Wir wollten schon länger einmal dabeisein, und Sherlock Holmes mögen wir, auch wegen der Fernsehserie." Die Atmosphäre sei toll. "Es ist schön ruhig, und wirklich alle hören zu", merkt Wieseler an. Seine Ehefrau ergänzt: "Ich höre auch zuhause sehr viele Hörspiele, vor allem ,Die Drei Fragezeichen'. Dort waren wir auch schon einmal bei einem Live-Hörspiel."

In den beiden Pausen gab es für die Besucher beim Auftritt des "Filmhaus Chores" aus Köln noch mehr auf die Ohren. Dessen Programm "Agenten, Cops & heiße Miezen" umfasst Titel aus deutschen und internationalen Film- und Fernsehkrimis, und so passte dieses musikalische Zwischenspiel thematisch zum restlichen Abend.

"Das Geheimnis des weißen Bandes" ist die zweite Hörspieladaption von Bastian Pastewka in Kooperation mit dem WDR. Laut Georg Bühren, Redakteur beim WDR-Hörspiel, sind aufgrund Pastewkas vollen Terminkalenders momentan keine weiteren Projekte in Planung.

Quelle: RP
 
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