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Leverkusen
43 Wochen Wartezeit haben sich gelohnt

Einweihung der neuen TSV-Sportanlage
Einweihung der neuen TSV-Sportanlage FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. Gestern war offizielle Neueröffnung der Kurt-Rieß-Sportanlage in Küppersteg - ein Termin mit Massenwirkung. Von Gabi Knops-Feiler

Wie lang die Zeit werden kann, wenn man auf etwas wartet, wissen die 9600 Mitglieder des TSV Bayer 04 seit 43 Wochen. Genauso lange dauerte es, bis sie die rund erneuerte Kurt-Rieß-Sportanlage in Küppersteg mit 55.000 Quadratmeter Fläche wieder uneingeschränkt nutzen konnten. Besonders schwer fiel die Zurückhaltung, nachdem das erste Grün des Rasens schon durchgeschimmert war. Gestern war offizielle Neueröffnung.

Insgesamt sei der Zeitplan eingehalten worden, bemerkte TSV-Chef Klaus Beck. Das traf für den Kostenrahmen nicht ganz zu. "Ähnlich wie beim Hausbau", so Beck, habe man immer noch etwas bemerkt, das fehlte. Zum Beispiel neue Lampen in Höhe der Herbert-Grünewald-Halle. "Die Bayer 04 Fußball GmbH hat sich aber sehr großzügig gezeigt", betonte Geschäftsführer Michael Schade, dessen Organisation die Finanzierung übernommen hatte. Schade nannte gestern weder Zahlen noch Mehrkosten. Dem Vernehmen nach wurde ein rund siebenstelliger Euro-Betrag investiert.

Indessen gaben sich beide Männer sehr zufrieden, dass die Anlage so schön geworden und das Projekt abgeschlossen ist. Schade sprach von einer "Win-Win-Situation für alle Beteiligten". Vor zwei Jahren hatte er den Anstoß gegeben, um in der Sprache des Fußballs zu bleiben, und war auf Beck zugegangen, als man für den Bayer-04-Nachwuchs nach neuen Trainingsmöglichkeiten in Stadionnähe suchte. Nun steht fest: Die Fußball GmbH hat ihr Platz- und der TSV seine Sanierungsprobleme gelöst. "Alle Investitionen wurden in der Bayer-Familie gehalten", ergänzte Schade erfreut.

Aber etwas fehlt: "Eine Weitsprunganlage für das Training der Leichtathleten", bemerkte Moderatorin und Ex-Leichtathletin Anke Feller, die in den 1990er Jahren für den TSV Bayer 04 Leverkusen startete. Sie fragte nach, ob etwas nachzubessern sei. "Wir werden sehen und uns bei Bedarf nochmal zusammen setzen", antwortete Schade. Zuvor hatte Feller einige Leistungssportler wie Stabhochspringer Tobias Scherbarth, Siebenkämpferin Anna Maiwald oder Weitspringer Alyn Camara interviewt, die entweder ihre Olympia-Norm schon erreicht haben oder sich optimistisch gaben, dies bei der am Mittwoch beginnenden Europameisterschaften zu schaffen. Nach der obligatorischen Schlüsselübergabe ließen sie und viele weitere große und kleine TSV-Mitglieder rote und weiße Luftballons in den Himmel steigen.

Eingebettet war die Zeremonie in ein Sommerfest mit Kinderolympiade.

Zum Programm gehörten unter anderem Beachvolleyball-Turnier, Gesundheitstests oder Tag der offenen Tür im Fitnessstudio GoFit.

Quelle: RP
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