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Leverkusen
600 Problem-Bäume an Balkantrasse

Leverkusen: 600 Problem-Bäume an Balkantrasse
Unverhofft kommt auf der Balkantrasse nicht selten: Bei Baggerarbeiten im Bereich des Bahnhofs Bergisch Neukirchen kam eine Fußgänger-Unterführung ans Licht, die angeblich längst verfüllt sein sollte. FOTO: Förderverein Balkantrasse
Leverkusen. Bei Maßnahmen dieser Größenordnung sind Unwägbarkeiten inklusive. Das wird den Verantwortlichen des Fördervereins Balkantrasse immer wieder vor Augen geführt. Beim Ausbau der Strecke zwischen Opladen und Burscheid stießen sie kürzlich im Bereich des ehemaligen Bahnhofs in Bergisch Neukirchen auf eine Fußgänger-Unterführung. Von Roman Zilles

Zwar habe die Deutsche Bahn dem Verein im Vorfeld versichert, dass sowohl diese Unterführung als auch die am Pattscheider Bahnhof längst verfüllt seien – aber Fehlanzeige.

Mehr Zeit und Geld mussten die Förderer des Wander- und Radwegs aufbringen, um das unterirdische Bauwerk mit Schotter aufzufüllen.

Knapp eine Woche liegen die Arbeiten mittlerweile hinter den optimistischsten Schätzungen. Aktuell werde im Bereich Claashäuschen der Schotter gebrochen, um ihn im Anschluss mit einer Walze zu ebnen, zu planieren, zu verdichten. Mit den Asphaltierungs-Arbeiten kann voraussichtlich (statt wie angedacht heute) erst am Dienstag oder Mittwoch begonnen werden. Noch allerdings sei genug zeitlicher und finanzieller Puffer vorhanden, damit wie geplant am 29. Mai Eröffnung gefeiert werden kann.

In den nicht einmal mehr vier Monaten bis dahin müssen aber noch einige dicke Bretter gebohrt werden. So hat ein Gutachten Beanstandungen an rund 600 Bäumen zutage gefördert. Entweder sie müssen gefällt oder Totholz muss aus ihnen entfernt werden. Im Gange sind auch noch die Brückenarbeiten. Nachdem die so genannte Doppel-Brücke in Pattscheid (sie führt hinab zu den Herta-Teichen) mehr Kriegsschäden aufgewiesen und daher mehr Arbeit gemacht hatte, als im Vorfeld angenommen, laufen aktuell die Sanierungen der Brücken Überölbach und Atzlenbacher Straße. Dort müssen unter anderem noch Geländer angebracht werden, genau wie in weiteren Bereichen der Balkantrasse (zum Beispiel an steilen Böschungen) noch "Absturz-Sicherungen" installiert werden müssen.

Weil Sicherungen und Geländer noch fehlen und so lange auf der Strecke noch Bauarbeiten durchgeführt werden und Gefahr von Bäumen und Totholz ausgeht, warnt der Förderverein ausdrücklich davor, die Strecke zu betreten. Es herrsche "absolutes Betretungsverbot". Dies gelte ohnehin so lange, bis die Balkantrasse von den zuständigen Behörden abgenommen wurde.

Immerhin: Alle fünf Anschlüsse an die Strecke (Imbacher Weg, Obere Straße, Bahnhof Bergisch Neukirchen, Atzlenbacher Straße und Rampe Romberg) seien mittlerweile für die anstehende Asphaltierung hergerichtet. In Kürze steht zudem die Auswahl der Bänke, Mülleimer sowie eventuell von Regenunterständen an.

Der aktuelle Baufortschritt auf dem Wander- und Radweg wird auf der Internetseite des Fördervereins dokumentiert: www.balkantrasse.de.

Quelle: RP
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