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Leverkusen.
75 Jugendliche aus 20 Ländern arbeiten Flüchtlingsschicksal auf

Leverkusen.. Die Handlung basiert auf der Erzählung "Der kleine Lord" - ein Afghane aus Schlebusch spielt mit. Von Gabi Knops-Feiler

Die zweite Runde des Musicalprojektes "Young Stage" hat begonnen, die Proben laufen seit knapp einer Woche. "Von Tag zu Tag wird es runder", berichtet Alina Schäfer aus dem Presseteam über das dreiwöchige Sommercamp in der Musikschule Leverkusen. Dabei sind 75 Jugendliche aus 20 Ländern zwischen zwölf und 18 Jahren, die im Vorfeld an verschiedenen Leverkusener Schulen gecastet wurden. Nur der 22-jährige Farid aus Kabul (Afghanistan) fällt aus dem Rahmen. Seit zwei Monaten lebt er mit seiner Familie in Schlebusch und kam durch Vermittlung zu "Young Stage". Dort kann er jetzt sein Talent beweisen. "In meiner Heimat habe ich ein Jahr Schauspiel studiert", erläuterte der Junge.

Um die Erlebnisse eines Flüchtlingskindes dreht sich die Handlung insgesamt, die auf der Erzählung "Der kleine Lord" basiert. Die Hauptrolle spielt Malik, zwölfjähriger Schüler des Lützenkirchener Werner-Heisenberg-Gymnasiums. Er trifft auf den Milliardär J.F. Levos, Inhaber der Firma "Amalando". Wie im Original, schafft es der Junge, das Herz des kaltherzigen Mannes für sich zu gewinnen. Dahinter stecke die Intention, erläuterte der Leverkusener Musiker und Projektleiter Arthur Horváth, den jungen Leuten zu verdeutlichen, dass sie es jetzt in der Hand hätten, die Welt zum Positiven zu verändern. Umrahmt wird das Bühnenwerk mit dem Titel "Barfuß in meinen Schuhen" durch Schauspieler, Musiker, Tänzer und Sänger. Hinter der Bühne sorgt ein weiteres Team dafür, dass alles gut läuft. Das Titellied hat Horváth mit Sänger und Chorleiter Rabih Lahoud aus Monheim komponiert. Außer dem Gewinner des Deutschen Weltmusikpreises beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) konnte Horváth weitere bekannte Künstler als Coaches gewinnen. Dazu zählen der Deutsche Meister in Hip Hop, René Buckbesch und die international anerkannte Tänzerin Katja Morozova. Aber auch Janosch Roloff, Schauspieler und Regietalent aus Köln, der die Szenen mit 15 Teilnehmern einstudiert.

Horvath: "Sie müssen sehr diszipliniert sein, weil wir insgesamt nur drei Wochen Zeit haben. Jeder Einzelne weiß, dass wir hier kein Schultheater spielen, sondern kennt meine professionellen Ansprüche."

Bis zum Ende der nächsten Woche müssen die Grundlagen soweit erarbeitet sein, dass das Projekt der KulturStadtLev, für das Jan-Gregor Kremp erneut die Schirmherrschaft übernommen hat, zusammen gefügt werden kann. Bis zur Premiere am Samstag, 5. Dezember, 20 Uhr im Forum, gibt es weitere Zusammenkünfte.

Quelle: RP
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