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Blitzmarathon
90 Leverkusener waren zu schnell

Leverkusen/Köln: Hier wird diese Woche geblitzt
Leverkusen/Köln: Hier wird diese Woche geblitzt FOTO: Berns, Lothar
Köln/Leverkusen. Die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung beim Blitzmarathon im Zuständigkeitsbereich der Polizei Köln geht mit 93 Stundenkilometern auf das Konto eines 48-Jährigen. 90 Leverkusener waren zu schnell unterwegs.

In dem vorgegebenen Zeitraum wurden durch die Polizei Köln fast 51.000 Fahrzeuge an rund 100 Messstellen kontrolliert. Rund 900 Geschwindigkeitsverstöße stellten die Beamten im Stadtgebiet Köln fest. An über 80 Kontrollstellen wurden fast 23.000 Fahrzeuge kontrolliert

In Köln-Vingst versuchte der 28-jährige Fahrer eines VW Bully an einer Kontrollstelle zu flüchten. Nachdem er mit überhöhter Geschwindigkeit auf den Vingster Ring gefahren war, fuhr er an einem Polizisten, der ihn anhalten wollte, vorbei. Der 28-Jährige flüchtete in ein nahegelegenes Wohngebiet, stellte sein Fahrzeug ab und rannte zu Fuß weiter. Eine ihm folgende Streifenwagenbesatzung stellte den Flüchtigen jedoch wenig später. Der Mann war nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und aufgrund früherer Verstöße bereits rechtskräftig verurteilt.

An zehn Kontrollstellen blitzte es auch im Stadtgebiet Leverkusen. Hierbei überschritten rund 90 motorisierte Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Auf der Oulustraße im Leverkusener Stadtteil Steinbüchel wurde am Mittag ein 76-jähriger Audi-Fahrer angehalten, der die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaft um 54 Stundenkilometer überschritten hatte. Resultat: 175 Euro Bußgeld, vier Punkte, zwei Monate Fahrverbot.

Den höchsten Geschwindigkeitsverstoß beging jedoch ein 48-jähriger Autofahrer auf der A1. Am Donnerstagmorgen wurde die Geschwindigkeit seines Mercedes Coupé E 350 mit 204 Kilometern pro Stunde gemessen - erlaubt sind dort 100 Kilometer pro Stunde. Nach einem Toleranzabzug verbleibt eine vorwerfbare Geschwindigkeitsüberschreitung von 93 Stundenkilometern. Der Autofahrer wird seinen Verstoß mit 600 Euro büßen müssen. Außerdem werden zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei eingetragen - und ihm wird ein dreimonatiges Fahrverbot auferlegt. Sein Kommentar: "Ich kam mit der Beschilderung nicht zurecht!"

Auf den Bundesautobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizei Köln kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt mehr als 28.000 Fahrzeuge. Hierbei wurden knapp 500 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt und geahndet.

Gleich zweimal innerhalb weniger Minuten wurde ein anderer 37-jähriger Autofahrer auf der A555 geblitzt. Der Bergheimer war gegen 11.40 Uhr mit seinem BMW in Richtung Bonn unterwegs, als die Besatzung eines ProViDa-Fahrzeugs der Autobahnpolizei bei ihm eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 Stundenkilometern feststellte. Nach Beendigung der Kontrolle geriet der 37-Jährige etwa 1000 Meter weiter in eine stationäre Radarmessung - auch hier war er 30 Kilometer pro Stunde zu schnell. Jetzt erwarten den Mann gleich zwei Verfahren mit jeweils 75 Euro Bußgeld.

Insgesamt müssen 30 Verkehrsteilnehmer neben einer Geldbuße mit Fahrverboten von bis zu drei Monaten rechnen.

Der Einsatzleiter Polizeioberrat Hardy Reinartz bilanziert: "Nahezu drei Prozent der von der Polizei Köln gemessenen Fahrzeugführer waren beim dritten bundesweiten Blitzmarathon zu schnell. Damit hat der überwiegende Teil der Verkehrsteilnehmer gezeigt, dass "Respekt vor Leben" für sie nicht nur leere Worte sind .Nicht mehr "Knöllchen", sondern weniger Verunglückte durch "Geschwindigkeit" sind das Ziel."