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Leverkusen
A 1-Unfall: zwei Soldaten schwer verletzt

Schwerer Unfall auf der A1 nahe Leverkusener Kreuz
Schwerer Unfall auf der A1 nahe Leverkusener Kreuz FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Ein 27-jähriger Fahrer eines Bundeswehr-Lasters ist gestern auf der A 1 etwa eineinhalb Kilometer vor dem Leverkusener Kreuz auf ein Stau-Ende geprallt. Er und sein Beifahrer wurden im Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Von Ludmilla Hauser und Verena Patel

Am Dienstagmorgen hat es einen schweren Unfall auf der A 1 in Richtung Köln gegeben. Ein Lastwagen fuhr etwa anderthalb Kilometer vor dem Leverkusener Kreuz auf einen weiteren Laster auf. Zwei Menschen wurden schwer verletzt.

Gegen neun Uhr fuhr der 27-jährige Fahrer eines Bundeswehr-Lasters auf dem rechten Fahrstreifen der A1 in Richtung Köln. Kurz vor dem Autobahnkreuz Leverkusen staute sich der Verkehr. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei kollidierte das Bundeswehrfahrzeug am Stauende mit einem davor fahrenden Lastwagen. Hierbei wurden der 27-Jährige und sein 22-jähriger Beifahrer wurden in ihrem Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Feuerwehrkräfte befreiten die beiden Männer. Für beide wurde je ein Rettungshubschrauber angefordert, sagte ein Polizeisprecher. Der 52-jährige Fahrer des anderen Lasters blieb unverletzt.

Das Bundeswehrfahrzeug prallte am Stauende auf einen davor fahrenden Lastwagen. Der 52-jährige Fahrer des anderen Lasters blieb unverletzt. FOTO: Uwe miserius

Auf der A1 in Richtung Köln war in Höhe der Unfallstelle ab 11.45 Uhr zunächst wieder ein Fahrstreifen befahrbar. Zuvor war der Autobahnabschnitt voll gesperrt. Der Verkehr wurde ab Burscheid umgeleitet. Um 14 Uhr wurde die Fahrbahn wieder komplett freigeben. Laut Polizeiangaben bildete sich ein Stau von etwa zehn Kilometern. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Kurz vor dem Leverkusener Kreuz kam es in den letzten Wochen häufiger zu Unfällen. Vor rund zwei Wochen bemerkte eine 88-jährige Fahrerin in Höhe Leverkusen-Bürgerbusch ein Stauende zu spät. Die 88-Jährige wurde schwer verletzt, drei weitere Personen erlitten leichte Verletzungen. Wenige Tage vorher prallte ein dänischer Lastwagenfahrer mit seinem Wagen auf einen stehenden Laster am Ende eines Staus, dessen Fahrer nach ersten Aussagen keine Warnblinkanlage eingeschaltet hatte.

Detailaufnahme: Die Aufprallstelle an beiden Fahrzeuge wurde gestern Mittag von der Feuerwehr unter die Lupe genommen. FOTO: Miserius, Uwe (umi)

Laut Polizei ist der Bereich der A1 als "Schwachstelle" bekannt. Unfälle an Stauenden seien generell ein Problem, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Redaktion. Auf der viel befahrenen Strecke zwischen Burscheid und Leverkusen kommt es regelmäßig zu Staus.

Mit diesem Abschnitt der Autobahn 1 hat sich im vergangenen September die Unfallkommission der Bezirksregierung Köln beschäftigt. Dabei ging es um Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Streckenabschnitt, deren Notwendigkeit öfter gefordert wird. Wie die Bezirksregierung auf RP-Anfrage berichtete, wurde damals beschlossen:

Für beide Verletzten wurde jeweils ein Rettungshubschrauber angefordert, FOTO: Miserius, Uwe (umi)

• In einem ersten Schritt wird vor der Anschlussstelle Burscheid bei Kilometer 394,4 durch Blechbeschilderung die Geschwindigkeit auf 130 Km/h reduziert.

• Danach wird durch die vorhandenen elektronischen Anzeigetafeln, sogenannte Anzeigequerschnitte, die Geschwindigkeit gedeckelt. Die Gesamtanlage logisch zusammenhängender Anzeigequerschnitte nebst zugehöriger Steuerung und Sensoren bildet eine Verkehrsbeeinflussungsanlage.

• Die ersten drei Anzeigequerschnitte werden auf 120 Km/h gedeckelt, wobei sie je nach Verkehrssituation auch eine niedrigere Geschwindigkeit anzeigen werden. Das bedeutet, dass die Anlage immer 120 Km/h anzeigt, wenn verkehrsabhängig nicht eine geringere Geschwindigkeitsanzeige notwendig ist.

• Der vierte Anzeigequerschnitt wird auf 100 Km/h - oder je nach Verkehrssituation weniger - gedeckelt.

Die Verkehrszentrale NRW erarbeite ein Konzept, die beiden Anzeigen vor dem Kreuz "fahrstreifenbezogen zu schalten", hieß es weiter im Beschluss. Dies beinhalte unterschiedliche Geschwindigkeits-/Stauanzeigen je nach Verkehrslage getrennt für die Fahrstreifen.

Quelle: RP
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