| 16.07 Uhr

A1 zwischen Burscheid und Leverkusen
Das Leverkusener Kreuz ist sicherer geworden

A1 bei Leverkusen: Leverkusener Kreuz ist sicherer geworden
Die Anlage auf der Autobahn 1 ist nach wie vor in Betrieb - trotz Baustelle (Archiv-Foto). FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Nach den vielen schweren Unfällen auf der Autobahn 1 zwischen Burscheid und Leverkusen hat sich die Lage deutlich entspannt. Die Maßnahmen zur Verkehrssicherheit scheinen zu greifen.

Im Mai 2017 hatten die Bezirksregierung Köln, die Autobahnpolizei und der Landesbetrieb Straßenbau NRW weitere Maßnahmen zur Verkehrssicherheit vor und im Leverkusener Kreuz auf der A1 sowie auf der A3 festgelegt.

Seit dem Sommer ist den Angaben der Sonderunfallkommission unter Leitung der Bezirksregierung Köln zufolge die Zahl der Unfälle auf dem Streckenabschnitt deutlich zurückgegangen. In den Monaten Juli bis Oktober ereigneten sich lediglich sieben Unfälle mit geringer Schwere.

Auf Grund von Akzeptanz- und Aufmerksamkeits-Problemen verunglücken immer wieder einzelne Verkehrsteilnehmer im Streckenabschnitt zwischen Burscheid und Leverkusen, berichtet André Kiese, Sprecher der Bezirksregierung. Alle beschlossenen Verkehrsmaßnahmen seien zeitnah fertiggestellt worden.

  1. Verbesserung des Verkehrsablaufs im AK Leverkusen auf die A3
    Durch eine Ummarkierung der Fahrstreifen auf der A3 ab dem Kreuz Leverkusen stehen dem Verkehr seit Juli vier Fahrstreifen in Richtung Frankfurt zur Verfügung. Diese verengten Fahrstreifen (2,75 Meter) sind in Gelb markiert. Sie leiten den Verkehr ungehinderter in den bereits ausgebauten Abschnitt ab der Anschlussstelle Leverkusen. Durch mehr Verkehrsfläche ist der Abfluss deutlich verbessert und reduziert die Staulage vor dem Kreuz Leverkusen. Grund für die langen Staus ist die derzeit für den Lkw-Verkehr gesperrte Rheinbrücke.
     
  2. Neuaufteilung der Fahrstreifen auf der A1
    Um die Verkehrsströme frühzeitig zu entflechten, wurde vier Kilometer vor dem Leverkusener Kreuz die Aufteilung der Fahrstreifen durch eine Neu-Markierung verändert. Eine Sperrfläche zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen trennt seit Juli den Verkehrsstrom in Fahrtrichtung "Koblenz/Köln-Nord" und "Frankfurt/Oberhausen". Die bereits vorhandene Überleitung des Fahrstreifens "Koblenz/Köln-Nord" in den Gegenverkehr ist vorgezogen. Ziel ist es, den Verkehr flüssiger zu gestalten und die Rückstaus zu verkürzen, um die hohen Geschwindigkeitsdifferenzen und die Anzahl der Fahrstreifenwechsel zu reduzieren. Das hatte in der Vergangenheit häufig zu Unfällen geführt. Die Geschwindigkeit ist auf 80 km/h für Pkw und auf 60 km/h für Lkw begrenzt. Ein Lkw-Überholverbot ist im gleichen Abschnitt gültig.
     
  3. Baustelle Bauwerkssanierung "Lambertsmühle" und Verkehrsüberwachung auf der A1
    Die seit Mitte Juni vorgelagerte Sanierung des Bauwerkes "Lambertsmühle" bringt keine zusätzlichen Behinderungen und Sicherheitsdefizite für den Verkehr. Die Baustellenverkehrsführung führt zur Verlangsamung des Verkehrs, nicht zuletzt, weil auch in diesem Abschnitt die reduzierten Geschwindigkeiten angeordnet sind und überwacht werden. Die Radaranlage des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde der veränderten Verkehrsführung angepasst und ist weiterhin in Betrieb.
     
  4. Sprechfunk-Ansagen in acht Sprachen 
    Seit der ersten Oktoberwoche ist die letzte Maßnahme laut André Kiese erfolgreich umgesetzt. Auf der A1 zwischen der Anschlussstelle Burscheid und dem Autobahnkreuz Leverkusen ist eine CB-Funkwarnanlage als Ergänzung zu der bestehenden Stauwarnanlage in Betrieb. Mit Hilfe dieser Funkwarnanlage können Lkw-Fahrer, die den CB-Funk in ihrem Fahrzeug aktiviert haben, vor Stausituationen auch akustisch gewarnt werden. Dabei erfolgt ein Warnton und in acht Sprachen der Hinweis: "Achtung Stau in Fahrtrichtung Köln". Insgesamt wurden entlang der Strecke neun Sendemasten neu installiert. Die Kosten der Anlage belaufen sich auf etwa 115.000 Euro pro Jahr.

"Inwieweit durch die neuen Maßnahmen auch zukünftig dauerhaft schwere Unfälle verhindert werden, kann erst zu einem späteren Zeitpunkt bewertet werden", sagt Kiese. Die Verkehrs- und Unfalllage werde weiterhin intensiv von der Unfallkommission beobachtet und analysiert.

(sug)
 
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