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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
A1 - Lauterbach kämpft

Leverkusen. Rom ist weit, Berlin auch. Zumindest von Leverkusen. Wer in der Bundeshauptstadt bei den Regierenden Gehör finden will, muss am Gipfel der Macht schon gute Freunde haben.

Mit Prof. Karl Lauterbach hat unsere Stadt einen Bundespolitiker, der bundesweit bekannt und oft in den Medien ist, vor allem im Fernsehen. Lauterbach ist einer, der sich massiv für den Bau des Autobahn-Tunnels im Bereich Küppersteg einsetzt, versichert er. Der Spezialist für Gesundheitsthemen kann dieses Projektziel auch mit ziemlich harten Fakten untermauern: Krank machender Feinstaub und Lärm zählen dabei zu den besonders wichtigen Argumenten, warum ein Tunnel, der zwar möglicherweise viel kostet, insgesamt der Gesellschaft viel an Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen bringen kann. "Für dieses Thema gehe ich mit den Gesprächspartnern auch auf die Matte", sagte Lauterbach gestern in Anlehnung an die Ringer-Sprache.

Jetzt stellt sich die Frage, welchen Druck auf die Entscheider in der Bundesregierung bauen denn die Leverkusener Bürger selbst auf? Gehen sie genügend auf die Straße? Schreiben Sie genügend Mails und Briefe an die Bundesregierung, an die Abgeordneten, zu denen auch der Leverkusener Helmut Nowak zählt? Bringen sie das Leverkusener Autobahnproblem ausreichend ins bundespolitische Gedächnis?

Nein!

Dabei brauchen die Abgeordneten beim Kampf in den Berliner Entscheidungsgremien die volle Unterstützung der Leverkusener. Der Neubau der A1-Rheinbrücke war angstgesteuert, weil die Vollsperrung droht. Dieses Projekt ist ein Selbstläufer. Für den Tunnelbau gilt dies nicht. Dafür ist Küppersteg zu weit weg von Berlin.

Quelle: RP
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