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Leverkusen
A1-Lkw-Sperre: Das Thema reizt RP-Leser zur heißen Diskussion

Leverkusen. Die Probleme für breitere Fahrzeuge in der künftigen Lkw-Sperre auf der Autobahn 1 (wir berichteten) sind heißer Diskussionsstoff. Wir haben eine Reihe von Kommentaren unserer RP-online-Leser zusammengestellt:

Nutzer Bürrig schreibt: "Dieses Bollwerk wird einfach der Wahnsinn. Ich sehe jetzt schon die überraschten Gesichter bei Straßen.NRW und Co., dass es sich zukünftig dauerhaft bis Wermelskirchen und nicht mehr nur bis Burscheid staut. Hier ist schlichtweg eine vernünftige Kontrolle der Lkw durch die Polizei von Nöten und sonst nichts."

Franz 92: "Das ist doch super in Bezug auf die Geländewagen. Dann kann Mutti mit dem protzigen Teil doch die Kinder zum Kindergarten und zur Schule bringen und danach entspannt auf einen Latte Macchiato bei ihrem Lieblingsitaliener vorbeischauen. Papa nutzt derweil den Kleinwagen von Mutti und kommt so ohne Probleme über die Brücke. Etwas weiter von der Brücke entfernt kriegt er dann mal ein Feeling dafür, wenn einem auf der Autobahn diese großen Protzschlitten im Nacken hängen, deren Fahrer meinen, dass sie eine eingebaute Vorfahrt haben und jeden von der linken Spur verdrängen dürften."

Jelabacher kommentiert: ",Um die Brücke zu erhalten, würde NRW notfalls auch in Kauf nehmen, dass Unschuldige mitbestraft werden': Und das völlig zurecht. Eine eingestürzte Brücke dürfte auch in niemandes Interesse sein. Und ganz ehrlich: Wer so eine überbreite Karre fährt, der hat dann halt Pech gehabt. Ist ja sonst auch nicht so, dass diese Fahrzeuge ein Anrecht auf einen passenden (überbreiten) Parkplatz oder eine entsprechende linke Fahrspur in Autobahnbaustellen (meist maximale 2,10 Meter) hätten. Wer so ein Dickschiff kauft, der muss eben auch mit den Nachteilen leben."

Samuelf sagt: "Ganz ehrlich hält sich mein Mitleid mit den Fahrern dieser Riesen-Geländewagen dann doch in Grenzen. Es gibt nun mal die 2,10-Meter-Grenze für viele Baustellen. Dort stört es die meisten aber nicht, mit ihren mehr als 2,20 Metern trotzdem links zu fahren. In viele Parkhäuser kommt man damit ja auch nicht. Man MUSS sich ja nicht so ein Schiff kaufen."

Snoopy047 kommentiert: "Ist doch ganz einfach, die erlaubte Fahrzeugbreite auf 2,10 Meter festlegen und gut ist. Damit sind breitere Fahrzeuge halt nicht mehr unschuldig. Und noch etwas: Die Fahrzeugbreite, die im Brief und Schein angegeben ist, ist ohne Außenspiegel. Die zulässige Breite laut StVO allerdings mit. Mit meinem Escalade darf ich in Baustellen auch nicht überholen. Der ist ohne Spiegel 2,06 Meter breit. Die Spuren sind aber nur für bis 2,10 in NRW und sonst oft nur bis 2 Meter freigegeben. ... Dann nimmt man den kleineren Zweitwagen."

User Cardew schreibt: "Die Begrenzung auf 2,20 Meter ist in Ordnung. ,Völlig unproblematische Fahrzeuge' sind Geländewagen nämlich nicht. Sie produzieren mehr Schadstoffe, brauchen mehr Sprit, versperren mehr Platz und verursachen mehr Unfälle als normale Autos. Wer ein solches Offroad-Monster braucht, um damit durch den dichtbesiedelten Ballungsraum zu fahren, muss schon gewaltig einen an der Waffel haben."

User johann66 notiert: "Mal wieder 1000e Euro aus dem Fenster geschmissen. Wer keine Ahnung hat, sollte einfach nichts tun. Das ist manchmal bedeutend besser. Durch die Verengung der Fahrstreifen können auch keine Kastenwagen (Ducato, Sprinter, Transit, Crafter) unter 3,5 Tonnen mehr auf die Brücke fahren. Eine Begrenzung der Höhe hätte vollkommen gereicht. Wenn man so eine Spielerei haben möchte, kann man das auch mit einer Lichtschranke verbinden und die Schranke schließen, wenn die Höhe überschritten wird."

Sidewalk: "Ich freue mich diebisch über dieses ,Ungemach'. Nein, Sozialneid empfinde ich nicht, denn ich könnte mir sogar so ein Fahrzeug leisten. Aber es ist ein totaler Schwachsinn. Diese ,Panzer' nehmen einfach zu viel Platz auf den Straßen und im Parkraum weg, zumal die Besitzer in Angst um ihre Autos sie gern so abstellen, dass sie gleich zwei Parkplätze damit blockieren. Die Umweltbilanz ist noch dazu äußerst zweifelhaft, und mit ihrem Gewicht belasten sie Straßen mehr als andere Fahrzeuge.

Pervers wird es geradezu, wenn diese Modelle in der Coupé-Version gekauft werden. Dann sind sie breit und schwer, bieten dabei aber nicht einmal mehr Nutzwert. Kurzum: Jeder ist frei , ein solches Auto zu kaufen. Aber es schadet nicht, wenn die Besitzer die zweifelhafte Zukunftsfähigkeit dieser Karossen an einigen Stellen vor Augen geführt bekommen. Die A1-Brücke bildet da nur ein Beispiel. Doppelte Parkgebühren bei Belegung von zwei Parkplätzen wären auch mal eine Maßnahme."

(LH)
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