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Leverkusen/Düsseldorf
A1: Ministerium weist Verzögerungs-Vorwurf zurück

Leverkusen/Düsseldorf. Die Kritik von Verbänden am Zeitplan für die Zusatzspur auf der A1 im Kreuz Leverkusen treffe nicht zu, heißt es. Von Peter Korn

Das Land sprach mit seinem Landesbetrieb und befand: Alles in Ordnung. So könnte man, stark verkürzt, die Reaktion des NRW-Verkehrsministeriums auf Vorwürfe von Spediteurs-Verbänden beschreiben, die die verspätete Ausschreibung für die geplante A1-Schnellspur kritisiert hatten.

Ein Sprecher der Autobahnbehörde Straßen.NRW hatte auf Anfrage eingeräumt, bei der geplanten A1-Schnellspur, die "einmündungsfrei" bis hinter die Abfahrt zur A3 führen soll, gebe es Verzögerungen. Als Grund nannte er unter anderem Personalknappheit (wir berichteten).

Rüdiger Ostrowski, der Geschäftsführer des Verbandes Spedition und Logistik NRW, hatte daraufhin bemängelt: "Bei der Thematik rund um die A1 und die Leverkusener Rheinbrücke hat man sich ans Staatsversagen doch schon fast gewöhnt." Der Bundesverband Verkehrswirtschaft und Logistik warnte vor einer "Verzögerungskatastrophe".

Ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Düsseldorf antwortete schriftlich, man habe "den Landesbetrieb um Berichterstattung gebeten. Der Bericht liegt jetzt vor".

Ergebnis: "Eine ,Verzögerungskatastrophe' ist hier nicht erkennbar." Die Maßnahme stehe unmittelbar vor der Ausschreibung und werde bis Juni realisiert. "Personalengpässe können wir von hier aus nicht bestätigen", heißt es weiter: "Alle Maßnahmen rund um den Hotspot Köln werden mit höchster Priorität betrieben."

Für die neue Schnellspur muss laut Ministerium "der Standstreifen ertüchtigt werden", über den künftig der schwere Lkw-Verkehr in Richtung Dortmund fließen soll.

Das habe eine Untersuchung (Bohrkernanalyse, Begutachtung, Identifizierung von Gefahrenstellen) gezeigt: "Belastbare Ergebnisse liegen Straßen.NRW seit November vor. Die Arbeiten werden zusammen mit der Gesamtmaßnahme ausgeschrieben", betont der Ministeriumssprecher. Weiterer Zeitplan: "Die Ausschreibung aller Maßnahmen sowie die Abstimmung mit der Bezirksregierung können im Laufe dieser Woche abgeschlossen werden, so dass das Vergabeverfahren für eine bundesweite Ausschreibung am 25.Februar mit einer sehr knappen Zuschlagsfrist begonnen werden kann."

Quelle: RP
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