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Leverkusen/Remscheid
Rastplatzsuche für 120 Lkw an der A1 neu aufgenommen

A1: Rastplatzsuche für 120 Lkw
Lkw an Lkw: Wenn Stau ist, dann sieht man erst richtig, wie groß die Zahl der Lasterfahrer auf der A1 ist. Einige Fahrer parken für eine Ruhepause auch mal auf dem Randstreifen. FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leverkusen/Remscheid. Einen großen Lkw-Rastplatz für etwa 120 Laster soll es nun doch entlang der A1 zwischen Leverkusen und Remscheid geben: Mit der Standortsuche ist jetzt die deutschlandweit tätige Firma DEGES beauftragt worden, wie Abteilungs- und Projektleiter Karl-Heinz Aukschun auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte. Von Gundhild Tillmanns

Damit werden Pläne, die vor vielen Jahren bestanden und die mehr oder weniger in Vergessenheit geraten waren, wieder aufgebracht. "Wir untersuchen alle Standorte, die in den alten Plänen bereits genannt wurden, aber auch neue, die jetzt hinzukommen", sagt Aukschun.

Auf Leverkusener Seite wird die Standortsuche bereits mit Argusaugen von Peter Westmeier als Sprecher der "Leverkusener Initiativen für Verkehrsplanung" (LIV) verfolgt. Denn 120 Lkw und dazu auch noch Pkw auf einem Platz an der Autobahn verursachen je nach Lage eine erhebliche Umweltbelastung sowie Lärm- und Geruchsbelästigungen für eine angrenzende Wohnbebauung.

Leverkusen: Menschenkette gegen Bau der A1-Raststätte FOTO: Miserius, Uwe

Der DEGES-Projektleiter wird nach eigenen Angaben das Leistungsverzeichnis für den Lkw-Rastplatz im Laufe des Monats Januar an bis zu fünf Ingenieurbüros weitergeben, damit diese ihre Planungsangebote bis Mitte März unterbreiten können.

Wie viele Standorte zwischen Remscheid und Leverkusen nun für einen so großen Lkw-Rastplatz in Frage kommen, könne er nicht sagen: "Wir planen zur Zeit deutschlandweit eine große Zahl solcher Lkw-Rastplätze. Er wird aber auf jeden Fall zwischen Remscheid und Leverkusen an der A1 liegen. In der genauen Standortidentifikation sind wir noch völlig ergebnisoffen", sagt Aukschun.Der Projektleiter betont auch, dass im Planungsverfahren voraussichtlich ab Mitte nächsten Jahres die Umweltbelange geklärt werden müssen. "Natürlich werden auch die Voraussetzungen der umliegenden Gemeinden in den Abwägungsprozess einfließen", sichert Aukschun zu.

Auf Leverkusener Seite wird bereits befürchtet, der große Lkw-Rastplatz könne an Wohngebiete wie Lützenkirchen/Steinbüchel angrenzen. In einem solchen Fall sei mit erheblichen Protesten von Anwohnern zu rechnen, heißt es von den Bürgerinitiativen in Leverkusen.

Der Standort Lützenkirchen/Steinbüchel war eine der Möglichkeiten, die in den Vorplanungen vor etlichen Jahren genannt worden waren. Der Bürgerbusch oder eine Fläche auf Burscheider Gebiet gehörten ebenso dazu. Ob diese nun neu aufgegriffen werden, konnte der Projektleiter gestern noch nicht sagen. Zu den Standorten, die nun zusätzlich gesichtet werden sollen, gehörten aber auch Bereiche auf Remscheider Stadtgebiet, heißt es von der DEGES.

Quelle: RP
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