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Rheinbrücke bei Leverkusen/Köln
Wenn keiner klagt, rollen 2017 die Bagger auf der A1

Spezialgruppe kontrolliert an A1-Rheinbrücke
Spezialgruppe kontrolliert an A1-Rheinbrücke FOTO: irz
Leverkusen/Köln. Erhard Schoofs hat Sitzfleisch besessen. Der Fraktionschef der Leverkusener Bürgerliste hat auch an Tag fünf des Erörterungstermins zum Ausbau der A1 zwischen Köln-Niehl und dem Leverkusener Kreuz West noch mitdiskutiert mit Vertretern von Straßen.NRW und der Bezirksregierung. Von Ludmilla Hauser

Um ihn herum war die Zahl der Einwender da schon stark geschrumpft. Ein gutes Dutzend arbeitete sich noch an den letztgenannten vier Punkten der Tagesordnung ab. Es ging, wie die Bezirksregierung später formulierte, um "Spezialthemen" - dazu zählten der Landschaftspflegerischer Begleitplan, die Wasserwirtschaft, die Versorgungsträger und der Bereich Landwirtschaft, Grunderwerb, Eigentum.

Allzu viel Diskussionsbedarf und hitzige Debatten wie etwa am vergangenen Mittwoch zum Thema Öffnung der Deponie Dhünnaue gab es aber offenbar nicht mehr. Versammlungsleiter Andreas Hein, Jurist beid er Bezirksregierung schloss den Termin gegen 15 Uhr. Ebenso lange in der Köln-Mülheimer Stadthalle hatte in dieser Woche unter anderem auch Thomas Raithel gesessen. Der Projektleiter von Straßen.NRW bewertete den Erörterungsmarathon als "eine sehr anstrengende Woche". Aber auch eine, in der wir Missverständnisse klären konnten, kontrovers, aber auch konstruktiv diskutiert haben." Dass der Termin in fünf Tagen geschafft wurde, ist für Straßen-NRW eine Erleichterung insofern, dass bei Nichtfertigwerden neue Termine nach den Sommerferien hätten gesucht werden müssen, um mit der Erörterung fortzufahren. Das wiederum hätte eine Zeitverzögerung bedeutet. "Und Zeit haben wir in dem Fall nicht wirklich", kommentierte ein Sprecher von Straßen. NRW gestern.

Jetzt ist die Bezirksvertretung Köln dran, die Dinge zu sortieren und zu sondieren. Der Straßen.NRW-Sprecher übermittelte: "Die Bezirksregierung sieht vor, dass der Planfeststellungsbeschluss im Herbst vorliegen soll."

Ist das der Fall, wird es eine Klagefrist vor dem Bundesverwaltungsgericht geben. Ist die ohne Klagen verstrichen, "dann ist der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig und die Bagger können rollen", erläuterte der Sprecher. Vorgesehen ist dies für Anfang 2017, wenn alles eben genauso läuft. Der erste Teil der Brücke soll 2020 fertig sein, der zweite 2023. Raithel bezifferte die Kosten auf rund 650 Millionen Euro. Die genauen Vorbereitungen für den Brückenbau, etwa die Festlegung des Bauplans, sollen bei Straßen.NRW nach den Sommerferien beginnen.

Quelle: RP
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