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Rheinbrücke bei Leverkusen
Diebe zerlegen Lkw-Sperren an der A1

Das ist die Lkw-Sperre auf der A1
Das ist die Lkw-Sperre auf der A1 FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. Sie nähern sich der Autobahn über angrenzende Grünflächen, dann schlagen sie zu: Diebe sorgen an den Lkw-Sperren rund um die Leverkusener Rheinbrücke für hohe Schäden. Vor allem haben sie es auf Batterien und Solarzellen abgesehen.  Von Sebastian Fuhrmann, Leverkusen

Dem Landesbetrieb Straßen.NRW bereiten zunehmend Diebe Sorgen, die sich an den Lkw-Sperren rund um die baufällige Leverkusener Rheinbrücke zu schaffen machen. "Wir kommen mit den Reparaturarbeiten kaum noch hinterher", sagt Timo Trum vom Unternehmen Volkmann und Rossbach, das die Sperren an der A1 im Auftrag des Landesbetriebs betreibt. Abgesehen haben es die Diebe vor allem auf Batterien, Blitzlampen und Solarpaneele.

Leverkusen: So funktioniert die Lkw-Sperre FOTO: Radowski

Ab und an kämen auch Schilder abhanden, berichtet Trum. Die Diebe gelangten über Grünflächen neben der Autobahn an die Sperren und flüchteten zurück durchs Grün. Die Sperren erstrecken sich über viele Meter. Der Verwaltungsmitarbeiter an der Sperre hat bei Dunkelheit kaum eine Chance, die Diebe zu sehen. Der Betreiber schätzt den bislang entstanden Schaden auf 60.000 Euro. Die Kölner Polizei kennt das Problem und will verstärkt auf die Delikte achten.

Lkw-Fahrer durchbrechen Sperren

Immer wieder aber sorgen auch Lkw-Fahrer für Schäden an den Sperren, die installiert worden waren, nachdem sich dutzende Lkw-Fahrer dem Überquerungsverbot für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen widersetzt und so für massive Schäden an der Brücke gesorgt hatten. Vor einigen Wochen sei ein Lkw durch eine geschlossene Schranke gerast, berichtet Trum. Die Nummernschilder des Fahrzeugs habe der Fahrer vorher abgenommen. "Wir müssen pro Woche ein bis zwei Schranken wechseln", sagt Trum.

Mit der Bilanz der Lkw-Sperren ist der Landesbetrieb dennoch zufrieden. Mehr als 28.000 Fahrzeuge mit zu viel Gewicht wurden an den Anlagen bislang daran gehindert, auf die marode Leverkusener Brücke zu fahren. Nur 35 Lastwagen schafften es laut Straßen.NRW im selben Zeitraum auf die Brücke. Gut die Hälfte aller Fahrer, die von den Schranken gestoppt werden, sind Deutsche. 

Der Zustand der Leverkusener Brücke ist weiterhin kritisch. Schweißer sind täglich vor Ort, um die Schäden zu überprüfen.

Die Lkw-Sperre am Ende der A59/Auffahrt A1
 
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