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Leverkusen
A1-Stelze: Demo auf der Autobahn ist in Planung

Fotos: Bürger und Politik fordern "Tunnel statt Stelze"
Fotos: Bürger und Politik fordern "Tunnel statt Stelze" FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die Eckdaten zur Machbarkeitsstudie "A1-Stelze" liegt bei Straßen.NRW jetzt vor. Die Bürgerinitiative LIV reagiert - es soll eine Demo auf der Autobahn mit mehr "Rabatz" geben. Viele Leverkusener wollen einen Tunnel als Lösung.  Von Ludmilla Hauser

Die nackten Fakten zur Machbarkeitsstudie "A1-Stelze" liegen bei der Autobahnbehörde Straßen.NRW vor. Drüber sprechen will man ab nächster Woche, sagt Straßen-NRW-Sprecher Bernd Löchter. Die komplette Studie sei dies noch nicht. "Es sind vorerst Eckpunkte. Die Studie ist in groben Zügen fertig, aber noch nicht in Gänze publikationsreif." Das soll "eher Februar, März, sicher noch nicht im Januar", der Fall sein. Insgesamt hätten 14 Varianten zur Erneuerung des A1-Bereichs von Ingenieuren geprüft werden müssen. Die Eckpunkte reichten, um sich ein Bild über Kosten, Bauzeiten und Varianten zu machen, die näher geprüft werden müssen oder rausfallen.

Wenn es nach Leverkusener Willen geht, fällt weg, was unter das Stichwort Stelzenverbreiterung passt. "Wenn der Tunnel möglich ist, sollte er kommen", schließt sich Oberbürgermeister Uwe Richrath den Forderungen seines Vorgängers Reinhard Buchhorn an. "Der Tunnel bringt die wenigste Belastung, hat nur Vorteile", betont Richrath und erwartet von den Leverkusener Bundestagsabgeordneten Helmut Nowak (CDU) und Karl Lauterbach (SPD), dass sie die Tunnellösung in Berlin "würdig vertreten". Seiner Meinung nach müsse es auch möglich sein, dass Gefahrguttransporter aus dem Chempark durchfahren können. Dies hatte Chemparkleiter Ernst Grigat diese Woche deutlich gefordert (wir berichteten).

Die mächtige und auch marode Seilkammer der A1-Rheinbrücke: Im Vergleich zu den Endstücken der Tragseile wirkt der Techniker schon sehr klein. FOTO: Miserius

Lauterbach hatte jetzt geklagt, aus Leverkusen käme zu wenig Engagement in der Sache. Darauf reagierte die Initiative LIV. "Die erste Demo im Mai war zu einem Zeitpunkt, wo sich das Thema langsam in den Köpfen festsetzte. Die Teilnahme von fast 2000 Bürgern war ein Indiz und für Leverkusener Verhältnisse für den Anfang sehr gut. Natürlich hätten es mehr sein können und sollen. Aber ausgerechnet die Anwohner der sich unmittelbar angrenzenden Siedlungen (mit Ausnahme der Schleswig-Holstein-Siedlung) hielten sich im Mai noch sehr zurück", schreibt LIV-Sprecher Peter Westmeier. Die Ursache macht er bei "E.T. Schoofs und seinem Gefolge" aus, die gegen die Demo gearbeitet hätten. Und: "Ja, Leverkusen, die Bürger, die Politik und die Verwaltung müssen mehr Rabatz machen. Doch hilft bei diesem langwierigen Prozess kein Aktionismus um jeden Preis." Die LIV sei hinter den Kulissen aktiv, diskutiere bei Straßen.NRW und den Ministerien, schaffe sich dort eine Präsenz.

Und Lauterbach kann schon festes Schuhwerk parat stellen zum Mitgehen, denn: "Damit Bewegung in die Sache kommt, planen wir eine Demo auf der Autobahn mit einer anschließenden Kundgebung. Gespräche mit Fachleuten haben gezeigt, dass dies möglich und rechtlich zulässig ist, wenn bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten werden", betont Westmeier.

Das ist die A1-Brücke bei Leverkusen FOTO: US
Quelle: RP
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