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Leverkusen
A1-Tunnellösung: "Es muss stärker demonstriert werden"

Leverkusen. Für eine Tunnellösung statt einer Verbreiterung der A1-Stelze "sieht es mau aus", berichtet Karl Lauerbach eindringlich von dem, was zum Thema Infrastruktur A1 in Berlin läuft. Oder nicht läuft. Von Ludmilla Hauser

"Die Finanzspielräume werden unter anderem wegen der Flüchtlingshilfe immer enger. Es ist eine große Gefahr, sollten viele andere Projekte gerade wegen der Flüchtlingshilfe nicht umgesetzt werden. Das verärgert die Leute." Man könne von Bürgern nicht erwarten, dass sie zum Beispiel Turnhallen freimachten für die Unterbringung der Flüchtlinge "und dann knausert der Bund bei anderen Problemen. Das wäre ein ganz verheerendes Signal an die Bevölkerung", mahnt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion.

Hinzu komme aber noch ein ganz entscheidender Punkt in der Tunnel-Stelze-Frage: "Ich habe das Gefühl, dass Bundesverkehrsminister Dobrindt dieses wichtige Thema für Leverkusen bisher nicht genügend wahrnimmt." Vielleicht tut er das auch nicht, weil nach Lauterbachs Meinung Leverkusen zu wenig aufmuckt. "Der bisherige Protest aus der Stadt reicht nicht, das Demo-Niveau ist zu niedrig." Bislang beschränkte sich das Leverkusener Engagement neben politischen Gesprächen - Ex-Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn hatte etwa beim Dobrindt-Besuch in der A1-Rheinbrücke im August 2014 das Thema Tunnellösung beim Minister platziert - im Wesentlichen auf eine Demonstration und wenige Aktionen von Bürgern. Im Mai protestierten rund 2000 Leverkusener gegen eine Mega-Stelze. Die nächste Protestaktion soll's erst 2016 geben - nachdem die Ergebnisse aus der Untersuchung zum Areal der maroden A1-Stelzenautobahn vorlägen, hieß es damals vom Organisator. Die wird es laut Straßen.NRW erst im "späten Frühjahr" geben. Für Lauterbach ist das zu wenig: "Je mehr demonstriert wird - und ich würde mich daran beteiligen -, desto leichter würde meine Arbeit für die Tunnellösung in Berlin." Denn, das sicherte der Politiker jetzt zu: "Auch wenn man bei vielen Themen, die den eigenen Wahlkreis betreffen, in Berlin fein dosieren muss - für das Thema Tunnellösung kämpfe ich, dafür gehe ich auf die Matte."

Quelle: RP
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