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Leverkusen
A59-Sperrstreifen wird für Lkw-Kontrollen benötigt - täglich 116 "Gewichtssünder"

Leverkusen: A59-Sperrstreifen wird für Lkw-Kontrollen benötigt - täglich 116 "Gewichtssünder"
Damit Polizisten und Lkw-Fahrer sicher halten können, ist die rechte Spur von der A1 zur A59 im Kreuz Leverkusen-West dauerhaft gesperrt. FOTO: Uwe Miserius (Archiv)
Leverkusen. Auf der Zufahrt zur A59 aus Richtung A1-Rheinbrücke gibt es eine Baustelle, auf der fast nie jemand arbeitet. Der Grund: Diese Baustelle ist keine Baustelle, sondern ein Sicherheitsbereich zur Kontrolle von Lastwagenfahrern. Im Durchschnitt missachten täglich 116 Brummi-Fahrer das Gewichtslimit (3,5 Tonnen) für die marode Leverkusener Rheinbrücke. Von Ulrich Schütz

Einige Autofahrer regen sich dennoch regelmäßig über die Sperrzone auf, wenn sie von der Rheinbrücke Leverkusen kommend auf die Zufahrt zur A59 auffahren. Eine der zwei Fahrspuren auf dieser "Überflieger" genannten Zufahrt zur A59 (Richtung Wiesdorf/Düsseldorf) ist seit über zwei Jahren dauerhaft gesperrt. "Das sorgt oft genug für Staus - unnötig ist das", schrieb uns ein Fahrer.

Tatsächlich wurde diese Sperrzone auf dem rechten Fahrstreifen eigens für Polizeikontrollen eingerichtet. "Wir nutzen sie immer wieder, wenn wir Lastwagen rausziehen müssen", sagte ein Polizeisprecher. Dabei handelt es sich um Lkw-Fahrer, die verbotenerweise die Rheinbrücke befahren haben. Sie ist für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gewicht gesperrt. Damit Polizisten und Lkw-Fahrer während der Überprüfung sicher stehen können, wurde die Kontrollspur eingerichtet.

Die Zahlen, die von der Stadt Leverkusen jetzt veröffentlicht wurden, sprechen für sich: Die Leverkusener Messanlagen auf der Rheinbrücke registrierten seit 26. Juni 2014 rund 78.000 Verstöße gegen die Gewichtsbeschränkung. Rechtlich verwertet werden konnten davon nach Stadtangaben rund 65.000 Gewichtsverstöße. Die Zahl der Temposünder (auf der Brücke gilt 60 km/h) liegt inzwischen bei 212.000 Verstößen (gemessen von 12. Februar 2014 bis 30. April 2016).

Für alle Verstöße kann die Stadt Leverkusen 11,5 Millionen Euro an Verwarn- und Bußgeldern berechnen. Tatsächlich wurden bisher rund acht Millionen Euro auf dem städtischen Konto auch eingezahlt. 2016 erhoben 175 Fahrer Einsprüche gegen die Verwarn- oder Bußgeldbescheide. Derzeit laufen nach Stadtangaben 99 Klageverfahren.

Quelle: RP
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