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Opladen
Abenteuer Balkantrasse

Rundgang auf der Balkantrasse
Rundgang auf der Balkantrasse FOTO: Achim Bartoschek
Opladen. Im Moment ist noch ein wenig Fantasie nötig, um die Vision eines Radwanderweges zwischen Burscheid und Opladen im Kopf Wirklichkeit werden zu lassen. Von Sebastian Laule

Bevor das Thema in der Ratssitzung heute Nachmittag weiter diskutiert wird, erkundeten gestern rund 50 Bürger den Zustand der sechs Kilometer langen "Balkantrasse" zwischen Romberg und Naturgut Ophoven. ADFC, OWG-UWG und Grüne hatten den "Ausflug" organisiert.

Labyrinth aus Brombeerranken

Wer an festes Schuhwerk und reißfeste Hosen gedacht hatte, war klar im Vorteil, der rutschige Schotterbelag war nichts für schwache Knöchel. Überhaupt erschien die Begehung der Strecke wie ein kleiner Abenteuer.

Einige Tapfere schritten unermüdlich vorne weg, um tiefhängende Zweige des Wildwuchses zu entfernen. Wenn es nicht gerade durch den feuchten Morast ging, mussten sich die Wanderer durch ein endloses Labyrinth aus Brombeerranken am Boden kämpfen, was den einen oder anderern schwer ins Straucheln brachte.

An manchen Stellen hat sich die Natur die vor mehr als 15 Jahren stillgelegte Trasse komplett zurückgeholt. Einige Abschnitte zwischen Oberölbach und Grunder Mühle hat der Wald komplett verschluckt. Der notwendige Abgang über steile Brennesselhänge erfolgte daher akrobatisch mit Kletterseilen. Dass die Bahnstrecke am Sonntag nur punktuell begutachtet werden konnte, geschah auch aus Rücksicht auf die Vogelbrutstätten. Meist ging es deshalb links und rechts neben der ehemaligen Linie 411 her.

Die Initiatoren konnten sich derweil gleich über die Meinung der Anwohner informieren. Von Aufgeschlossenheit bis zur vehementen Ablehnung war alles dabei. "Reibungspunkte wird es bei einem solchen Vorhaben immer geben", meinte Dirk Danlowski.

Gemeinsam mit Heinz Boden vom ADFC Leverkusen und Winfried Osthoff von der OWG-UWG Leverkusen begleitete der Bezirksvertreter der Grünen die Tour und war am Ende nicht nur wegen der regen Teilnahme zufrieden. "Wichtig ist erstmal, das die Stadt ihre Bereitschaft für das Projekt bekundet, alles andere kommt später", sagte Danlowski. Und Heinz Boden hatte hinterher nur einen Wunsch. "Daumen drücken für Montag."

Quelle: RP
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