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Leverkusen
Abgedeckte Hügel auf Bau harmlos

Leverkusen. Das kam einem Anwohner doch komisch vor: Auf der Baustelle an der Niederfeldstraße in Wiesdorf, Nähe Neulandpark und Rhein, hat der Leverkusener Erdhügel - abgedeckt mit Planen - gesehen. Seine Vermutung: "Die sind da beim Bauen vermutlich auf Gift gestoßen."

Kein ganz abwegiger Gedanke, wo die Deponieöffnung in der Dhünnaue wegen der neuen A1-Brücke seit Monaten diskutiert wird. Immerhin: Die Niederfeldstraße ist nicht allzu weit entfernt von der Altdeponie Dhünnaue. Zudem wird der ein oder andere Wiesdorfer die Straße auch deshalb noch im Bewusstsein haben, weil dort unter anderem vor Jahrzehnten Hausbesetzungen im Zusammenhang mit dem Abriss ganzer Häuserzeilen wegen der Pläne zum Autobahnausbau (A 59) durch Wiesdorf und aus anderen Gründen liefen.

Aber: Der Bauherr gibt Entwarnung. "Es ist richtig, dass an unserer Baustelle Erdhügel mit Planen abgedeckt sind", bestätigt ein Mitarbeiter der Langenfelder Immobilienbaufirma Paeschke. Sie hat an der Straße in Wiesdorf mit Bauarbeiten für 38 Eigentumswohnungen begonnen. "Aber bei den Hügeln handelt es sich um ganz normale Bauschuttreste, die wir dort vorgefunden haben. Diese werden unter gutachterlicher Begleitung entsorgt. Es müssen Proben genommen werden. Das sind ganz normale Vorgänge bei Bauarbeiten", versichert der Mitarbeiter.

Der Boden in dem Bereich sei vom Voreigentümer des Areals, Bayer, schon vor längerer Zeit getauscht worden. "Sauberer Boden wurde eingebracht. Es gibt dort keine Altlasten."

In eineinhalb bis zwei Jahren sollen die neuen Wohnungen an der Niederfeldstraße fertig sein.

(LH)
 
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