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Leverkusen
Ärger um die Freibad-Öffnungszeiten in Opladen

Leverkusen: Ärger um die Freibad-Öffnungszeiten in Opladen
Gut besucht war am Sonntag das Freibad an der Talstraße. Alle waren fröhlich, die Kritik an den Frühschwimmerzeiten für das Freibadgelände spielte für sie keine Rolle. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die neuen Öffnungszeiten des vor einigen Jahren sanierten Freizeitbades in der Talstraße regen zu Diskussionen an. Donnerstag, 18. Juni, in der Politik: Dann entscheiden die Mitglieder des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden, ob sich der Stadtrat mit den Öffnungszeiten des Freibads für Frühschwimmer befassen soll. Von Ludmilla Hauser

Das Beratungspapier der Stadt beruht auf einem Bürgerantrag, in dem ein Leverkusener anregt, das Freibad montags bis freitags von 6.30 bis 8 Uhr für Frühschwimmer zu öffnen beziehungsweise andere Varianten anzubieten.

Vorausgegangen war der Beschluss des Stadtrats, die "bisherigen Öffnungszeiten in der Freibadsaison von montags bis freitags von 6.30 bis 19.30 Uhr auf eine Zeit von 8 bis 18 Uhr zu reduzieren. Die Frühschwimmer können weiterhin, aber im Hallenbad von montags bis freitags von 6.30 bis 8 Uhr schwimmen", fasst die Stadt im Beratungspapier zusammen. Und erläutert dies: Der Sportpark habe für die Freibadsaison das nötige Personal bei einem externen Dienstleistungsunternehmen geordert. Für den Freibadbetrieb außerhalb der Ferien ist dies vorgesehen: Die eigenen Mitarbeiter des Sportparks beaufsichtigen die Frühschwimmer bis 8 Uhr in der Schwimmhalle. Danach läuft das Schulschwimmen, das die Schulen in Eigenverantwortung absolvieren. Also kann das Sportpark-Aufsichtspersonal ab 8 Uhr ins Freibad wechseln. Ab 13.30 Uhr kommt für die Freibadaufsicht das Personal des Dienstleisters, also nur eine Schicht.

Wenn nun auch außerhalb der Schulferien zusätzlich im Freibad Frühschwimmen stattfinden sollte, müsste der Personaldienstleister "zwangsläufig eine zweite Schicht" von 7,5 Stunden fahren, "denn nur für das Frühschwimmen, mit Vorbereitung ca. zwei Stunden, wird durch den Personaldienstleister kein Fachpersonal gestellt", heißt es.

In den Sommerferien würden täglich zwei Mehrstunden anfallen, die durch den Dienstleister abgedeckt werden müssten. Die Stadt sagt: Wenn das Frühschwimmen nur in der Halle angeboten werde, "können Personalkosten in Höhe von netto rund 6100 Euro gespart werden".

Die Stadt zählte bisher im Schnitt 40 bis 45 Frühschwimmer in der Halle. Den Freibadbereich hätten in der Vergangenheit bei mäßigem Wetter sechs bis acht Gäste, bei gutem Wetter 15 Frühschwimmer genutzt. Dazu kämen noch fünf bis acht Badegäste, die - ebenfalls witterungsabhängig - in der Freibadsaison das Freibad-Frühschwimmangebot nutzten.

Der Bürger hatte in seinem Antrag vier Varianten des Außen-/Innenfrühschwimmens vorgeschlagen: zum Beispiel das Frühschwimmen im Freibad nur an drei Wochentagen. Die Stadt sagt: zu teuer, nennt rund 3700 Euro Personalkosten. Auch die übrigen Vorschläge entkräftet die Verwaltung und schlägt vor: Das Frühschwimmen im Freibad soll ausschließlich in den Sommerferien angeboten werden. Das mache zwei Mehrstunden pro Tag, die der Personaldienstleiter mitmachen könne, weil er in den Ferien ohnehin ab 8 Uhr Personal im Bad stellen muss. Zusatzkosten: rund 1250 Euro.

Georg Boßhammer vom Sportpark merkt an, dass auch das Frühschwimmen bei schlechtem Wetter ausfallen würde, weil dann das Freibad geschlossen habe.

Die Sitzung des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden ist öffentlich. Termin: Donnerstag, 18. Juni, 17 Uhr, Sitzungsraum Wupper, 5. OG, Rathaus, Friedrich-Ebert-Platz.

Quelle: RP
 
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