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Leverkusen
Alte Post: Grünes Licht für Wohnpark

Witzhelden. Hans-Hugo Hungerberg hatte schon vor Monaten prophezeit, dass es so kommt. Vermutlich wird sich bei ihm dennoch Erleichterung breit gemacht haben, als die Richter gestern in seinem Sinne urteilten. Das Oberverwaltungsgericht Münster machte den Weg frei für das Vorhaben des Opladeners, auf dem Parkplatz der ehemaligen Gaststätte "Zur Alten Post" zwei Mehrfamilienhäuser zu bauen. Von Roman Zilles

"Durch die Klage hat sich das Ganze ein Jahr verzögert. Ich hoffe, dass es jetzt zügig voran geht", sagt Hungerberg, der Gasthaus und Parkplatz von der vormaligen Wirtin Maria Hoffmann gekauft hatte.

Wo es Gewinner gibt, gibt es aber auch Verlierer. In diesem Fall die Interessengemeinschaft Fritz-Hinrichs-Weg. Diese ging juristisch gegen Hungerbergs Pläne vor, weil sie erhebliche Beeinträchtigungen für die Anwohner befürchtet. Unter anderem beanstandete sie die Bebauung als zu hoch; problematisch und gefährlich sei zudem die Verkehrsanbindung durch ihr Wohngebiet.

Das Kölner Verwaltungsgericht sah hingegen keinen Verstoß gegen das Baurecht. Und von den Richter-Kollegen in Münster gab es nun laut Hungerberg in letzter Instanz Grünes Licht für den Bau eines Acht- und eines Sechsfamilienhauses.

Zwar habe das gesamte Baugenehmigungsverfahren während der gerichtlichen Auseinandersetzung geruht. Aber: "Meine Hoffnung ist, dass der Bauantrag bis Ende Februar genehmigt wird und wir im März mit Abriss- und Baggerarbeiten beginnen können", erklärt Hungerberg, dessen Optimismus unter anderem darauf gründet, dass die Leichlinger Stadtverwaltung seinerzeit einer Bauvoranfrage zu dem Vorhaben positiv gegenüber stand.

Sobald die entsprechenden Genehmigungen vorliegen, soll die weitere Vermarktung der Wohnungen forciert werden. Sieben davon seien "so gut wie verkauft", sagt Hungerberg. Die Gebäude sind nach seinen Ausführungen zweigeschossig geplant und sollen über Aufzüge verfügen. Darunter soll eine Tiefgarage mit 30 Einstellplätzen entstehen, die von den Mietern oder Wohnungskäufern der beiden Häuser genutzt werden können.

Was mit der ehemalige Gaststätte "Zur Alten Post" geschehen wird, lasse sich aktuell nicht absehen, sagt Hungerberg. Sein Plan lautet: Nach einer Restaurierung des denkmalgeschützten Gebäudes soll dort irgendwann eine gewerbliche Nutzung einziehen.

Quelle: RP
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