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Leverkusen
Amtsgericht: Der Mauersegler zwingt zur Sanierungspause

Leverkusen. Das Amtsgericht Opladen hat bei Umbauten und Sanierungsarbeiten derzeit kein ganz glückliches Händchen: Erst verzögerte sich der Umbau des Eingangsbereichs wegen Materialschwierigkeiten massiv (wir berichteten). Jetzt kommt dem zuständigen Bauherrn, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes, der Artenschutz dazwischen. "Zu Beginn der Sanierungsarbeiten wurden Vogelnester im Bereich der Dachtraufe gesichtet", berichtete BLB-Sprecher Frank Buch. "Daraufhin wurden durch den Bauherrn die Sanierungsarbeiten umgehend eingestellt und ein artenschutzrechtliches Gutachten in Auftrag gegeben."

Das Ergebnis liegt nun vor und besagt, "dass es sich bei den vorgefundenen Nestern nicht, wie ursprünglich angenommen, um Nester von Mauerseglern und Fledermäusen handelt, sondern ausschließlich die Nist- und Brutstätten von Mauerseglern sind". Für die Bauarbeiten hinter der Verhüllung am alten Gebäudeteil heißt das: Die Arbeiten gehen in den Dachbereichen, in denen keine Nester vorgefunden wurden, weiter. In allen anderen Bereichen ruhen die Arbeiten bis auf weiteres. Denn der Mauersegler hat Nistzeit bis in den August. "Die nistplatzfreien Dachbereiche werden derzeit verschlossen und dann in die anstehende Sanierung mit einbezogen", erläutert Buch. Dann hat auch die Baustelle Amtsgericht Zwangssommerferien. Der BLB geht davon aus, dass die übrige Sanierung der Fassade Ende August "nach dem vorliegenden Zeitplan umgesetzt wird", teilte Buch mit.

(LH)
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