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Leverkusen
Architektur: So schön kann bauen sein

Architektur: So schön kann bauen sein
Innenarchitektin Sylvia Leyendecker hat das Wupsi-Kundencenter am Opladener Busbahnhof gestaltet. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Zum landesweiten Tag der Architektur präsentieren sich in Leverkusen ein "Wohnzimmer im Grünen" und die futuristische Innenarchitektur im Wupsi-Kundencenter am Busbahnhof in Opladen. Besucher sind willkommen. Von Gundhild Tillmanns

Mit einer Innensicht und einer Außensicht beteiligt sich Leverkusen in diesem Jahr am Tag der Architektur in Nordrhein-Westfalen. Präsentiert wird die moderne und besonders außergewöhnliche Innenarchitektur im Wupsi-Kundencenter am Opladener Busbahnhof. Außerdem öffnet eine Familie in Steinbüchel ihr "Wohnzimmer im Grünen" und lädt damit in ihren Garten ein.

Das Wupsi-Kundencenter am Opladener Busbahnhof wurde von Innenarchitektin Sylvia Leyendecker aus Köln gestaltet. Sie greift Elemente aus den Linienbussen, wie Haltestangen und -schlaufen auf, platziert diese als Elemente für die Wandgestaltung und die Raumaufteilung. Diese eher sachlich-nüchterne Innenarchitektur bekommt Wärme durch Naturholzelemente und einen witzigen "Buchstabensalat" an Fenstern und Wänden. Spezielle Leuchten und Sitzgelegenheiten geben dem Raum ein besonders Gepräge.

Halteschlaufen, wie in den Bussen, zieren im Wupsi-Kundenenter die Wände. FOTO: Architektenkammer NRW

Wer sich am Tag der Architektur lieber im Freien aufhalten möchte, kann im "grünen Wohnzimmer" in Steinbüchel Platz nehmen. Diese Terrassenanlage wurde von der Leichlinger Landschaftsarchitektin Yvonne Göckemeyer gestaltet. Sie hat aus einem alten, 75 Quadratmeter kleinen Innenhof eine "möblierte" Grünfläche geschaffen. Es gibt dort Sitzbereiche für kleine und größere Treffen, eine Außenschrankwand, in Form eines Lagerregals, sorgt für Ordnung. Und die Bepflanzung spendet Blütenschmuck von Februar bis zum ersten Frost. Auch für Küchenkräuter ist ein Platz reserviert, und das Wasserbecken bereichert den Raum zusätzlich.

Bei diesem 20. Tag der Architektur werden insgesamt 375 Bauwerke aller Art, Quartiere, Gärten und Parks in 163 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens für Besucher geöffnet sein."Architektur hat Bestand," lautet das bundesweite Motto für den Tag der Architektur 2015, der damit die Aufmerksamkeit auf die Wertigkeit guter Architektur lenken will und die Notwendigkeit unterstreicht, den Gebäudebestand angemessen zu pflegen und zu entwickeln.

Dieses Wohnzimmer im Grünen hat Landschaftsarchitektin Yvonne Göckemeyer aus Leichlingen entworfen. FOTO: Architektenkammer NRW

Interessierte sind eingeladen, sich aktuelle Architekturen von Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern vorstellen zu lassen. "Wir wünschen uns viele Gespräche mit Architekturfans und Bauinteressierten vor Ort", sagt Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer NRW und fügt hinzu: "Wer sich für Architektur begeistert oder auch ein eigenes Bauvorhaben plant, wird hier vielfältige Anregungen erhalten." Zu sehen ist die ganze architektonische Breite von der historischen Wasserburg Benkhausen, über den Umbau einer denkmalgeschützten Kirche in Düsseldorf, bis hin einem ehemaligen Postgebäude aus den 1920er Jahren in Bielefeld, in das Studenten eingezogen sind. "Diese Beispiele belegen, dass Architektur über Jahrhunderte ihren Wert behalten und eine besondere Wertschätzung erfahren kann, wenn sie intelligent weitergenutzt und gepflegt wird", unterstreicht Uhing.

Im vergangenen Jahr nutzten rund 35 000 Bürger die Gelegenheit, am Tag der Architektur Privathäuser, neue Miet- und Eigentumswohnungen, Bauwerke für Büro und Verwaltung, Schule und Bildung, Senioren und Kinder, Handwerk und Gewerbe zu besichtigen.

Quelle: RP
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