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Leverkusen
Atelier und Gemeinschaft vergrößert

Leverkusen: Atelier und Gemeinschaft vergrößert
Ulrike Harter (v.l.), Rolf Abendroth, Monica Franzen und Cristofero Speranza eröffnen die neue Galerie am Handwerkerhof in der Neuen Bahnstadt Opladen am 6. Dezember. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Ulrike Harter hat fünf weitete Künstler um sich geschart. Da lohnte sich auch eine räumliche Erweiterung des Ateliers in der Neuen Bahnstadt Opladen. Eröffnet wird es am 6. Dezember mit Musik, Tanz und Künstlergesprächen. Von Tobias Falke

Ulrike Harter wohnt seit 40 Jahren in Leverkusen und gibt seit mehr als elf Jahren Malunterricht. Gemeinsam mit drei langjährigen Teilnehmern ihrer Workshops hatte sie im vergangenen Jahr das Atelier "art4" am Handwerkerhof in der Neuen Bahnstadt Opladen eröffnet. Schnell wurde der Gemeinschaft allerdings bewusst, dass das alte Atelier mit 90 Quadratmetern einfach zu klein war. Also ging man auf das Angebot des Vermieters ein, sich auf 200 Quadratmeter zu vergrößern.

Am 6. Dezember folgt nun mit der Ausstellung "Opening" die Neueröffnung. Dabei hat sich nicht nur das Atelier vergrößert, sondern gleichzeitig auch die Gemeinschaft. Mit Dr. Rolf Abendroth, Kardiologe aus Düsseldorf, den Harter bei der Kunstakademie in Essen kennenlernte und ihrer langjährigen Freundin Monica Franzen haben sich zwei neue Künstler hinzugesellt. "Das liegt natürlich auch an der Vergrößerung des Ateliers und die dadurch entstandene Erhöhung der Miete.

Aber wir haben alle die gleichen Interessen, malen alle abstrakt. Und der persönliche Umgang ist uns ebenfalls sehr wichtig", erklärt Ulrike Harter. Monica Franzen ergänzt: "Wir wollen uns ja auch austauschen. Wir sehen das art4 als gegenseitige Bereicherung." Kurz überlegte die Gemeinschaft, ob das Atelier einen neuen Namen erhalten sollte: "art6 klang uns allerdings etwas zu anrüchig, und wir wollen ja auch eine Marke etablieren.

Deshalb sind wir bei art4 geblieben", erzählt Harter weiter. Vergrößern wird sich die Gemeinschaft laut Harter wohl nicht mehr: "Mehr als sechs Personen wird es hier nicht geben. In dieser Größenordnung fühlen wir uns alle sehr wohl." Der neue Bereich bietet nun auch eine Arbeitsfläche über 120 Quadratmeter. "Hier kann man sich austoben", sagt Cristofero Esperanza, der sich als Architekt direkt in die neuen Räumlichkeiten verliebte: "Mehr kann sich ein Künstler gar nicht vorstellen.

Die hohen Decken, die hellen Dachfenster, die schönen Balken und der große Raum machen das Atelier wirklich zum Wohlfühlort. Und wir können hier gleichzeitig ausstellen", sagt er. Auch für Ulrike Harter sei das Atelier genau das, was sie sich vorstellte. Die ersten Bilder wurden bereits vor Ort gemalt und es fühle sich einfach toll an. Dass das Atelier angenommen wird, beweisen die ersten Anfragen: "Ein Weinhändler möchte bei uns gerne eine Weinprobe anbieten.

Dann haben wir eine Anfrage für eine Lesung bekommen, und auch ein Fotograf hat sich direkt bei uns informiert", zählt Harter auf. Bei der Ateliereröffnung am 6. Dezember von 13 bis 19 Uhr am Handwerkerhof in der Neuen Bahnstadt Opladen stehen die sechs Künstler zu Gesprächen bereit. Für Unterhaltung sorgen unter anderem die Tanztheater Jugendkunstgruppe unter der Leitung von Monika Piechowicz und Percussion-Künstle Philipp Nasser.

Weitere Informationen unter www.artvier.de

Quelle: RP
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