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Serie Rekordverdächtig
Athletin stellt sich dem TV-Parcours

Serie Rekordverdächtig: Athletin stellt sich dem TV-Parcours
Läuft erst einen Marathon und schiebt dann eine Runde mit den Inline-Skates hinterher: Claudia Maira Henneken trainiert öfter auch im Neulandpark. Bei der Show machen übrigens auch zwei Leverkusener mit. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die 31-jährige Skate- und Laufsportlerin Claudia Maria Henneken hat sich einen Traum erfüllt und bei der RTL-Extremshow "Ninja Warrior Germany 2017" teilgenommen. Die Aufzeichnung wird heute ab 20.15 Uhr gesendet. Von Cristina Segovia-Buendía

Wo selbst die Sportlichsten unter den Teilnehmern nach einem Marathon geschafft und völlig ausgelaugt am Straßenrand sitzen, legt Claudia Maria Henneken noch einen drauf und nimmt zweimal Teil: Zuerst in Inlineskates und anschließend läuft sie die Strecke erneut. "Das ist schon eine extreme Belastung, aber das macht für mich den Reiz aus", sagt die 31-Jährige.

Gereizt hatte sie auch die Teilnahme an Deutschlands wohl extremsten TV-Parcours, bei dem sich die Kandidaten über eine festgelegte Strecke mit Hindernissen durchkämpfen, klettern, springen und hangeln müssen. Wer den Parcours als Schnellster überwindet, gewinnt die Siegprämie von 200.000 Euro. Den Parcours überhaupt zu bezwingen, ist praktisch schon eine Meisterleistung.

Sportlich ging es bei der gebürtigen Wuppertalerin, die mittlerweile in Köln verwurzelt ist und regelmäßig im Leverkusener Neulandpark trainiert schon sehr früh los: "Beim Remscheider Turnverein habe ich beim Mutter-Kind-Turnen mitgemacht, später Rollkunstlauf und Judo, und zwischendurch habe ich auch mal Tennis gespielt." Auf Rollen nahm sie schon in früher Jugend an Turnieren und Meisterschaften teil und räumte den ein oder anderen Pokal ab.

Sport ist seitdem ein zentraler Pfeiler ihres Lebens. Sie absolvierte einen Bachelor-Studiengang in "Sport und Leistung" und ist seit vielen Jahren sowohl in der Marathon- als auch in der Skater-Szene bekannt und gerngesehene Teilnehmerin. Für diese Leidenschaft tourt sie regelmäßig durch die gesamte Republik und durch Teile Europas. Nahezu jedes Wochenende ist sie bei einem Lauf dabei. Als Skate-Trainerin war sie eine Zeit lang auch bei den "Speedies" des TSV Bayer 04 Leverkusen aktiv.

Als sie im vergangenen Sommer nach Training und Arbeitsalltag mit ihrem Freund gemütlich auf der Couch saß und durch die TV-Kanäle zappte, blieb sie am Format hängen. "Ich fand das total cool und wollte gleich mitmachen." Auch ihr Freund animierte sie: "Genau das Richtige für dich. Bewirb dich doch." Sie schmunzelte, malte sich eine Teilnahme aus, doch der Gedanke verflog.

Bis Anfang des Jahres ein TV-Spot mit dem Bewerbungsaufruf für Ninja Warrior Germany 2017 ausgestrahlt wurde. Henneken fackelte nicht lange und reichte ihre Bewerbung ein: "Ich wusste nicht genau, was sie bei diesem Format suchten, also habe ich nur die aller notwendigsten Angaben gemacht und ein Video hochgeladen", erzählt die junge Frau.

Zu ihrer Überraschung wurde sie wenige Wochen später zum Casting nach Köln eingeladen und trotz eines schlechten Bauchgefühls als Teilnehmerin angenommen. "Dass sie mich genommen hatten, erfuhr ich erst sechs Wochen vor dem Aufzeichnungstermin in Karlsruhe. Viel Zeit, um mich vorzubereiten, blieb nicht", erzählt Claudia Maria Henneken, die vor Wettkämpfen akribisch trainiert.

Mit weiteren Kandidaten verabredete sie sich für Trainings im Kölner Stuntwerk, das ebenfalls eine große Halle mit sämtlichen Hindernissen, Kletterwand, Seilen, Stangen und Holzkisten bietet. "Das war total angenehm. Wir haben uns gegenseitig Tipps gegeben. Einen Konkurrenzkampf gab es nicht, denn bei Ninja tritt man eigentlich nicht gegeneinander an, sondern gegen den Parcours."

Es kam der große Tag, und die wettkampferprobte Frau stand sprichwörtlich unter Strom: "Ich habe mich gefreut, endlich antreten zu können aber ich war so furchtbar aufgeregt." Aus dem Hintergrund hörte sie, wie andere Kandidaten antraten. Zuschauen durfte sie nicht. Der Adrenalinspiegel stieg weiter.

Als sie dann endlich dran war, konnte sie es kaum fassen: "Die Halle, der Parcours, das war megagroß. Das kommt im Fernsehen gar nicht so rüber." Im Wettkampf, sagt sie, sei sie wie in einem Tunnel. Bei der Aufzeichnung von Ninja Warrior aber "war ich einfach nur geflasht von der Halle und den Zuschauern. Es hat all meine Vorstellungen übertroffen, und es war einfach geil."

Ob Claudia Maria Henneken den anstrengenden TV-Parcours überwinden konnte und sie weiter auf die Siegprämie in Höhe von 200.000 Euro hoffen kann, wird heute Abend um 20.15 Uhr auf RTL verraten.

Quelle: RP
 
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