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Leverkusen
Auch Kino steht im Stundenplan

Leverkusen. 16 Filme werden in Leverkusener Kinos speziell für Schulklassen gezeigt. Der Stoff soll zum Diskutieren anregen. Von Monika Klein

Popcorn statt Pausenbrot gibt es einmal im Jahr, wenn in NRW die Schulkinowochen ausgerufen werden und der Unterricht für zwei Stunden ins nächste Lichtspielhaus verlegt wird. Auch sämtliche Leverkusener Schulen können sich beteiligen und klassenweise in diverse Vorstellungen gehen. Denn sowohl das Kommunale Kino im Forum als auch das Opladener Scala und das Kinopolis gehören zu den mehr als 100 Kinos, die landesweit zwischen dem 21. Januar und dem 3. Februar Sondervorstellungen zum Festival anbieten.

Lehrer können ihre Schulklassen jetzt noch anmelden. Der ermäßigte Eintrittspreis beträgt 3,50 Euro, Lehrer und Begleitpersonen haben freien Eintritt. Schüler können wieder am Filmkritikwettbewerb des Onlinemagazins für junge Medienkritik spinxx.de teilnehmen und Preise für die ganze Klasse gewinnen.

Für die Jüngsten in den ersten bis dritten Klassen läuft im Scala am 25. Januar um 9 Uhr die erste Realverfilmung der Abenteuer von "Pettersson und Findus - Kleiner Quälgeist, große Freundschaft" nach den schwedischen Kinderbüchern von Sven Nordquist mit Ulrich Noethen, Marianne Sägebrecht und Max Herbrechter in den Hauptrollen.

Zu Gast ist der Produzent Helmut Weber, der im Anschluss an die Vorstellung von seiner Arbeit am Film erzählen und Schülerfragen beantworten wird. Auch am 1. Februar gibt es eine Nachbesprechung der 11-Uhr-Vorstellung von "Doktor Proktors Pupspulver". Produktionsleiter Jörn Pott berichtet über die Verfilmung von Jo Nesbøs Kinderbuchbeststeller.

Außerdem läuft während der Schulkinowochen in Leverkusen für die ersten bis sechsten Klassen der Film "Paddington" nach der beliebten Kinderbuchreihe. Für Kinder ab der dritten Klasse geeignet ist Till Schweigers Tragikomödie "Honig im Kopf", in der sich Till und Emma Schweiger um einen demenzkranken Großvater (Dieter Hallervorden) kümmern, der noch einmal nach Venedig möchte. In der Fortsetzung "Rico, Oskar und das Herzgebreche" (dritte bis sechste Klasse) muss das hoch- und tiefbegabte Freundesgespann nicht nur die Liebesprobleme von Ricos Mutter lösen, sondern kommt auch einem kriminellen Schmugglerring auf die Spur. Die Dokumentation "Malala - Ihr Recht auf Bildung" (ab siebte Klasse) zeigt, wie es dazu kam, dass die Taliban ein pakistanisches Mädchen angriffen, das vor den Vereinten Nationen sprach. Und der preisgekrönte Film "Timbuktu" (ab zehnte Klasse) ist ein eindringliches Drama über den Einfluss von Dschihadisten auf das alltägliche Leben der Menschen in der Oasenstadt im westafrikanischen Staat Mali.

Insgesamt sind es 16 ausgewählte Filme, die nicht einfach unterhalten, sondern die Medienkompetenz von Schülern aller Altersstufen stärken sollen. Das ist erklärtes Ziel der Schulkinowochen, die von "Vison Kino - Netzwerk für Film und Medienkompetenz" in Zusammenarbeit mit "Film + Schule NRW", einer gemeinsamen Initiative des NRW-Schulministeriums und dem LWL-Medienzentrum für Westfalen realisiert werden. Unterstützung gibt es von den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie dem Verband der Filmverleiher, dem HDF Kino, der Arbeitsgemeinschaft Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit. Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck.

Termine und Anmeldeformulare auf www.schulkinowochen.nrw.de

Quelle: RP
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