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Leverkusen
Auermühle wird geteert für bis zu 750 Flüchtlinge

Leverkusen: Auermühle wird geteert für bis zu 750 Flüchtlinge
FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leverkusen. Die Dichte der Bürgerinfoabende zum Thema Flüchtlingsunterbringung ist groß. Am Montag, 7. Dezember, informiert die Bezirksregierung zur Landes-Unterkunft Auermühle für bis zu 750 Flüchtlinge. Von Ludmilla Hauser

Die Nachricht ist immer ähnlich: Wieder kommt ein neuer Zug mit Flüchtlingen in Köln an - gestern meldete die Domstadt die Zahl von 650 Flüchtlingen, die von dort zur Unterbringung in die Landesunterkünfte verteilt wurden. Eine solche Unterkunft für schutzsuchende Menschen wird auch das Areal auf dem Gelände des ehemaligen Freibads Auermühle. Wie weit die Vorbereitungen vorangeschritten sind, will die Bezirksregierung Köln am Montag, 7. Dezember, in Schlebusch erläutern.

"Wir erleben zurzeit, wie verzweifelte Menschen vor Kriegen und Krisen nach Deutschland fliehen und Schutz für sich und ihre Kinder suchen. Insbesondere bei der Unterbringung der Flüchtlinge stoßen die Städte und Gemeinden, aber auch das Land inzwischen an ihre Grenzen", betont die Bezirksregierung im Vorfeld des Abends. "Vor der Verteilung auf die Kommunen ist das Land für die Erstaufnahme der Asylbewerber zuständig, das heißt für die vorläufige Unterbringung und die verwaltungsmäßige Erfassung." Bereits seit Herbst 2014 suche die Bezirksregierung aktiv Unterkünfte für Flüchtlinge, die sie herrichtet und betreibt. So soll es auch bei der Landesunterkunft am Dhünnberg sein. Die Stadtverwaltung hatte dem Land unter anderem die Auermühle angeboten. Die Unterbringungskapazitäten dort werden mit einem kleinen Zuschlag auf das städtische Kontingent angerechnet. Dies heißt: Die Stadt wird so finanziell entlastet.

FOTO: Uwe Miserius

An der Auermühle will die Stadt, das hatte Sozialdezernent Markus Märtens bereits in der Ratssitzung Anfang November ausgeführt, das Angebot von 400 auf bis zu 750 Plätze erweitern. "Das Gelände gibt das her. Und es trägt dazu bei, Notunterkünfte in Sporthallen auf das Mindestmaß zu reduzieren", hatte Märtens Märtens betont. Die Stadt rechnet mit rund 600 bis 700 Menschen, die untergebracht werden müssen. Mitte Dezember berät der Stadtrat zu dieser Erweiterung des Areals.

In der Aula der Gesamtschule Schlebusch wird der stellvertretende Regierungspräsident Wilhelm Steitz am 7. Dezember über den Sachstand informieren und die Fragen der Teilnehmer beantworten. Von der Bezirksregierung heißt es schon mal anwohnerberuhigend: "Die Akzeptanz der Einrichtung, das friedliche Miteinander mit den Anwohnern ist uns besonders wichtig."

Hintergrund: Flüchtlinge in Turnhallen

Vorgesehen ist an dem Abend dieses Programm: Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Uwe Richrath (19 Uhr) wird Wilhelm Seitz diese Themenschwerpunkte besprechen:

- Informationen zur aktuellen Flüchtlingssituation in NRW

Fotos: Wo Flüchtlinge wohnen können FOTO: dpa, rwe jai

- Aufnahme von Flüchtlingen und System der Unterbringung

- Vorstellung der geplanten Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände des ehemaligen Freibades Auermühle

Zudem wird Tim Feister, Dienststellenleiter Leverkusen des Malteser Hilfsdienstes die Arbeit des Betreuungsverbandes in der Flüchtlingsunterkunft vorstellen, bevor dann die Fragerunde startet.

Bürgerinformationsabend 7. Dezember, 19 bis ca. 21 Uhr, Aula Gesamtschule Schlebusch, Ophovener Straße 4.

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Quelle: RP
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