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Leverkusen
Auf Baustellenschau in Wiesdorf

Leverkusen: Auf Baustellenschau in Wiesdorf
Baudezernentin Andrea Deppe (r.) hat Kollegen aus mehreren Abteilungen zur Baustellen-Radtour vereint, die machte auch Halt am Busbahnhof Wiesdorf. FOTO: UM
Leverkusen. Die auto-orientierte Verkehrs- und Stadtplanung der vergangenen Jahrzehnte stößt auch in Leverkusen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Welche Alternativen gibt es? Was sieht das Integrierte Handlungskonzept für Wiesdorf vor? Wie weit sind die Bauarbeiten am Busbahnhof? Wann ist die neue Feuerwache fertig? Von Gabi Knops-Feiler

Viele Fragen beschäftigen aktuell das Baudezernat. Antworten gab eine Radtour mit Vertretern städtischer Bereiche. Sie war auch Auftakt zu einer halbjährlichen Gesprächsreihe. Es bedürfe guter Kommunikation innerhalb der Verwaltung, sagte Baudezernentin Andrea Deppe, um viele Projekte in gutem Tempo nach vorne zu bringen:

Elberfelder Haus Mobilitätsmanager Christian Syring erklärte an einem Poster mit der Überschrift: "Mobilität für Menschen", dass für Mobilität im Umbruch, ein Umdenken erforderlich sei. Er zeigte Beispiele für vernetzte Mobilität wie Fahrradverleihsysteme, CarSharing und E-Mobilität auf. Ein interfraktioneller Arbeitskreis Mobilität sei gegründet, ergänzte Deppe, um ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.

Herz-Jesu Kirche Für die Entwicklung der Wiesdorf City werde derzeit ein Integriertes Handlungskonzept (IHK) erarbeitet, so Petra Cremer, Fachbereichsleiterin Stadtplanung. Es gehe darum, "Probleme und Chancen in allen Facetten aufzuzeigen" und das Stadtzentrum zukunftsorientiert zu entwickeln und zu stärken. 53 Maßnahmen wurden im Vorjahr erarbeitet und sollen bis 2018 bei der Bezirksregierung vorgelegt werden. Ein wesentlicher Punkt ist Öffnung der Herz-Jesu Kirche. Gemeindehaus, Pavillons und Innenhof sind als Quartiersplatz vorgesehen. Deppe: "Privater und öffentlicher Raum sollen eine Einheit bilden." Auch der Marktplatz wird einbezogen. Für die Neugestaltung ist finanzielle Unterstützung durch die Städtebauförderung angestrebt.

Funkenplätzchen "Solch große Platanen sind selten in Innenstädten", sagte Lothar Schmitz, Leiter Fachbereich Stadtgrün. Die Bäume in Höhe P&C haben mit ihren Wurzeln das Klinkermauerwerk der Beet-Einfassung gesprengt. Im IHK Wiesdorf ist vorgesehen, beide Hochbeete neu zu fassen. Zusätzlich erhalten sie Holzdecks, die zum Verweilen einladen. Ein Hochbeet kann als "kleine Bühne" genutzt werden. Die Bäume werden nachts angestrahlt. Demnächst werden zwei der drei Glaspavillons zurückgebaut. Der letzte bleibt bis nach Karneval. Die KG Rote Funken will mit Spenden für die weitere Aufwertung der Fußgängerzone sorgen.

Busbahnhof Wiesdorf "Wir liegen im Zeitplan", berichtete TBL-Geschäftsführer Wolfgang Herwig. Mit dem Ablauf der 20.000 Quadratmeter großen Baustelle sei er zufrieden. Es gebe eine Veränderung: Der Kanal werde nicht gerade unter die Y-Brücke verlegt, sondern parallel zur Heinrich-von-Stephan-Straße. Mit der Folge, dass der Verkehr Richtung Osten über die angelegte Baustraße leichter abfließen könne. Der Kreisel ist - bis auf die Deckschicht - wohl bis Anfang November fertig.

Neue Feuerwache An der Edith-Weyde-Straße läuft die größte Leverkusener Hochbaumaßnahme seit mehr als 20 Jahren. 26.000 Quadratmeter werden für die neue Feuerwache bebaut. Die Bodenplatten seien gegossen, berichtete Brigitte Lenz (städt. Gebäudewirtschaft). Derzeit würden Teilstützen für die Fahrzeughalle montiert. Der Rohbau solle bis Ende Januar 2018 fertig sein. Die Freiwillige Feuerwehr Wiesdorf, bislang im Gebäude an der Moskauer Straße untergebracht, wird auch in die neue Wache ziehen. Das dann leerstehende Haus wird zum Quartierszentrum umgebaut. Was aus der Feuerwache an der Stixchesstraße wird, steht laut Stadt noch nicht fest. Das hänge von den weiteren Plänen von Straßen.NRW ab, informierte Andrea Deppe.

Quelle: RP
 
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