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Leverkusen
Auf Du und Du mit schillernden Faltern

Das Schmetterlingshaus im Krefelder Zoo
Das Schmetterlingshaus im Krefelder Zoo FOTO: Thomas Lammertz
Leverkusen. Das Schmetterlingshaus im Krefelder Zoo macht die filigranen Geschöpfe von April bis Oktober hautnah erlebbar. Von Marie Huppert/mw

Willkommen im SchmetterlingsDschungel heißt es ab sofort wieder im Krefelder Zoo. Nach der Winterpause kann man dort spektakuläre Arten sehen. Und die kommen den Besuchern nahe - manchmal sogar sehr nahe.

Über 100 Schmetterlinge, vom wunderschönen Blauen Morpho über den großen Atlasspinner bis zum kleinen Glasflügelfalter erwarten die Zoo-Besucher. Seit 2010 sorgt das Haus auch bei schlechtem Wetter für das Gefühl von Sommer, wenn die farbenfrohen Falter um einen herumschwirren und sich teils sogar auf der Kleidung niederlassen. Dabei können nicht nur ausgewachsene Schmetterlinge bewundert werden, sondern auch ihre Puppen, die in sogenannten Schlupfkästen zu bestaunen sind.

Etwa alle zwei Wochen kommt eine Lieferung mit Schmetterlingspuppen im Zoo an - immer abwechselnd aus Costa Rica mit Amerikanern oder aus Malaysia mit Asiaten. Pro Lieferung werden jeweils fünf bis 15 Tiere verschiedener Arten in kleinen Schaumstoff-Kästchen verschickt.

"Die Puppen liegen dann in kleinen Aushöhlungen wie in kleinen Bettchen", erläutert Britta Hilscher von den Zoofreunden in Krefeld. Einmal in ihrem Schlupfkasten angekommen, schlüpfen sie meist innerhalb weniger Tage. Zweimal am Tag füllt ein Pfleger die drei Futterstellen des Hauses auf - mit Pollen, Obst und einem Gemisch aus Honig und Wasser.

Dabei werden auch die schon geschlüpften Schmetterlinge aus den Kästen herausgeholt und in der großen Halle freigelassen. Da Schmetterlingsraupen sehr viel Futter benötigen, züchtet der Zoo lediglich die Julia-Falter selbst. Die Passionsfrucht, ihre Futterpflanze, ziehen die Gärtner mit Stecklingen. In einem kleinen Kasten im hinteren Hallenbereich kann man die Raupen beobachten. Von den hier gehaltenen Schmetterlingen ist der Julia-Falter gleichzeitig der langlebigste (wird bis zu sechs Monate alt).

Dagegen ist der Atlasspinner, der größte hier vertretene Falter. Da er keine Fresswerkzeuge besitzt, stirbt er meist schon nach zehn Tagen. Trotz seiner Größe gilt der farbenprächtige Blaue Morpho - auch Himmelsfalter genannt - als Höhepunkt in der Anlage. Die Flügel bestehen aus kleinen Schuppen. Auch wenn der Himmelsfalter blau erscheint, sind seine Schuppen eigentlich farblos. Die Farbe kommt durch eine Lichtbrechung zustande. Dieses Prinzip wird auch in der modernen Industrie angewandt. In der Tierwelt ist auch der leuchtend blaue Hyazinth-Ara ein Beispiel für diese Farbtäuschung. Seine Federn sind in Wahrheit von einem unscheinbarem Braun-Grau.

Informationen zu den verschiedenen Arten und den Wegen dorthin, weist ein Schmetterlingsführer, der im Zooshop erhältlich ist.

Quelle: RP
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