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Leverkusen
Auf Eisvogelsafari am Rheinufer

Leverkusen: Auf Eisvogelsafari am Rheinufer
FOTO: Nabu
Leverkusen. In der Urdenbacher Kämpe gibt es Naturerlebnisse der besonderen Art. Dazu gehören die spannenden Vogelsichtungen. Von Dorian Audersch

Die sogenannte Metropolregion Rhein-Ruhr gilt als eines der am dichtesten besiedelten Gebiete Europas. Zwischen Dortmund und Bonn leben knapp zehn Millionen Menschen auf engstem Raum. Natur, denkt man häufig, gibt es zwischen Rheinland und Ruhrgebiet im Grunde nicht mehr - doch weit gefehlt: Die Urdenbacher Kämpe und viele weitere Naturschutzgebiete entlang des Rheinufers sind regelrechte grüne Kleinode inmitten der Ballungsräume. Und sie laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Das Gebiet im Stadtgrenzbereich zwischen Monheim und Düsseldorf ist dabei besonders interessant, denn dort sind viele Vogelarten heimisch - unter anderem von Goldammer über Bundspecht bis hin zu Steinkauz und Pirol. Ein weiterer Auenlandschaftsbewohner ist der Eisvogel, der nicht nur durch sein buntes Gefieder ein Hingucker ist. Er ist am 2013 aufwendig renaturierten Altrhein wieder heimisch geworden. Wenn man die Augen offen hält und die Ränder des alten Stromabschnitts mustert, entdeckt man den Eisvogel recht schnell. Das Besondere ist, dass das Gebiet regelmäßig überflutet wird und daher eine besondere Flora und Fauna zu bieten hat.

Mitten in dem 316 Hektar großen Areal ist die Biologische Station Haus Bürgel heimisch. Ein ehemaliges Römerkastell dient nicht nur als Räumlichkeit für die Naturschützer und -bewahrer, sondern beherbergt auch ein Museum, das Fundstücke aus der Römerzeit zeigt, die bei Bauarbeiten vor Ort freigebaggert wurden. Die Öffnungszeiten des Museums sind samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr. Die Winterpause ist seit dem 31. Januar vorbei. Für Erwachsene kostet der Eintritt drei Euro, Schüler und Studenten zahlen die Hälfte. Für Kinder unter zehn Jahren ist der Eintritt frei.

Darüber hinaus bietet das Gelände viele Naturerlebnisse, denn auch die Pflanzenwelt ist vielseitig. Das Gebiet kann über verschiedene Wander- und Spaziergangsrouten erschlossen werden. An vielen Stellen gibt es Infotafeln mit Auskünften zu Flora, Fauna und Geschichte des nicht nur durch den seit 2014 wieder ungehindert fließenden Altrheins geprägten Kleinods.

Info Als Startpunkt für den etwa vier Kilometer langen Rundkurs sollte man den Parkplatz Urdenbacher Straße/Dorfstraße nutzen. Der Weg ist gut ausgebaut und verläuft nah am Wasser, Schilder weisen den Weg. Eintritt kostet das Erkunden des Areals nicht. www.auenblicke.de

Quelle: RP
 
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