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Leverkusen
Aufklärungsaktion soll Schlaganfall vorbeugen helfen

Leverkusen. Rund 270.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Schlaganfall - und über ein Drittel davon stirbt an den Folgen. Es ist in Deutschland die dritthäufigste Todesursache. Um dem weiterhin aktiv vorzubeugen, ist die von Bayer initiierte bundesweite Aufklärungskampagne "Rote Karte dem Schlaganfall" ins fünfte Jahr gestartet. Von Tobias Falke

"Das ist in der heutigen Zeit schon etwas Besonderes", erzählt Helmut Schäfers, Unternehmenssprecher von Bayer Vital. "Häufig sind solche Kampagnen im Gesundheitssektor sehr kurzlebig. Wir spüren aber, dass wir damit etwas bewegen können." In den vergangenen Jahren konnte so die Initiative die Betroffenen oder Angehörige rund um die Themen Schlaganfall und Vorhofflimmern versorgen. Die aktuelle Broschüre "Platzverweis für den Schlaganfall" fasst wichtige Erkenntnisse des erst vor wenigen Monaten vorgestellten Weißbuchs "Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern" zusammen, das eine umfangreiche Sammlung und Analyse von Daten zum Thema Schlaganfall bereitstellt.

Wie entsteht ein Schlaganfall? Welche Symptome treten auf? Was ist Vorhofflimmern überhaupt und wie kann man es erkennen? Was sind die Risikofaktoren? Auf all diese Fragen erhalten Interessierte eine Antwort. Zum Beispiel, dass der Hauptrisikofaktor für Vorhofflimmern das Alter ist. Nur etwa 1,5 Prozent der unter 65-jährigen seien betroffen, dagegen aber mehr als zehn Prozent der über 75-Jährigen. Oder dass 47 Prozent der Patienten Übergewicht haben. Auch, dass die ersten Stunden nach einem Schlaganfall entscheidend sind - denn nur sehr früh können Gehirnzellen vor dem Absterben gerettet und spätere Beeinträchtigungen gemindert werden. Jeder Schlaganfall sei ein Notfall, betonen die Macher der Kampagne.

Theoretisch könnten laut der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe rund 70 Prozent der Fälle durch gezielte Vorbeugung verhindert werden - zum Beispiel durch die Behandlung der Erkrankungen, die das Risiko erhöhen. Frei nach dem Motto "Dem Schlaganfall davonlaufen" ist für Prof. Dr. Peter Schwarz vom Uniklinikum der TU Dresden klar: Mit Alltagsaktivität, gesunder Ernährung und Vorsorge kann das Risiko aktiv gesenkt werden. 10.000 Schritte am Tag, das sind umgerechnet 6,5 Kilometer, seien wichtig. So würde man nahezu keine chronische Erkrankung bekommen. Die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall würden um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. "Aber man sollte bei all dem auch die Ernährung nicht außer Acht lassen und sich nicht zu fettreich ernähren", rät der Experte.

Gerade bei der Ernährung geben die einzelnen Broschüren der Aufklärungskampagne einen guten Überblick und einfache Tipps, um das Risiko zu minimieren. Die Infoheftchen können kostenfrei per E-Mail an infomaterial@rote-karte-dem-schlaganfall.de bestellt werden.

Infos zur Prävention unter http://www.rote-karte-dem-schlaganfall.de

Quelle: RP
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