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Leverkusen
Ausstellung informiert über Asyl

Leverkusen. In der Herz-Jesu-Kirche stehen auf Anregung von Citykirche und Katholischem Bildungswerk jetzt 26 Infotafeln der Organisation "Pro Asyl". Von Gabi Knops-Feiler

Aktuell sind mehr Menschen auf der Flucht, als jemals nach dem Zweiten Weltkrieg. Aber warum fliehen Menschen? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Welche Wege müssen sie beschreiten, welche Hindernisse überwinden? Antwort versucht eine Informationsausstellung mit dem Titel "Asyl ist Menschenrecht" zu geben, die bis zum 3. März in der Herz-Jesu-Kirche in Wiesdorf zu sehen ist.

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag kamen rund 30 Besucher. Darunter Roswitha Irmer, die sich in der Flüchtlingshilfe der evangelischen Kirche Schlebusch engagiert, und der Meinung war: "Flüchtlinge brauchen dringend unsere Hilfe. Gerade bei der kippenden Stimmung zeigt diese Ausstellung, was im Leben der Flüchtlinge passiert." Besucherin Ingrid Mayer betonte: "Zurzeit läuft vieles schief, deshalb ist jede Aktion gut, die das wichtigste Problem unseres Jahrhunderts aufgreift."

Die Ausstellung kam auf Initiative des Katholischen Bildungswerkes und der Citykirche zustande und wurde von der Organisation "Pro Asyl" zur Verfügung gestellt. Auf 26 Tafeln wird umfassend über das Recht auf Asyl berichtet. Die Sammlung schildert die Lage in Kriegs- und Krisengebieten sowie in den Nachbarregionen, informiert über Fluchtursachen und Fluchtwege. Und nicht zuletzt berichtet sie über die Situation an den EU-Außengrenzen sowie im Inneren Europas und Deutschlands.

Sämtliche Zahlen aus dem Jahr 2014 sind veraltet. Darauf komme es aber nicht an. Es gehe alleine um die Sache, verdeutlichte Martina Böhm vom Katholischen Bildungswerk im Beisein ihres Kollegen Ralf Schiefer von der Citykirche sowie Rita Schillings vom Flüchtlingsrat Leverkusen. Asyl sei nicht nur ein Grundrecht, bemerkte Oberbürgermeister Uwe Richrath in einer kurzen Ansprache, sondern auch eine Frage der Menschlichkeit, der wir uns in Europa stellen müssten. "Gehen Sie mit mir diesen Weg!" appellierte er an die Bürger.

Vor allem Syrien versinke in einer Welle von Gewalt; die meisten Vertriebenen blieben in ihrer Region, entweder im eigenen Land oder in den Nachbarstaaten, ist auf den Tafeln zu lesen. Und: Nur ein kleiner Teil kommt nach Europa, oft auf lebensgefährlichen Wegen. "Ich wollte meine Heimat nicht verlassen. Ich hoffte bis zuletzt, der Krieg würde bald zu Ende gehen", wird Rana Fida, ein Flüchtling aus Syrien, dort zitiert.

Quelle: RP
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