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Leverkusen
Awo-Seniorenheim: Stadtrat bremst Bauvorhaben aus

Leverkusen. Mit der Erweiterung der Awo-Senioreneinrichtung an der Tempelhofer Straße wird es vorerst nichts: Der Rat lehnte das entsprechende Beratungspapier Anfang der Woche ab (22 Nein-Stimmen zu 18 Ja-Stimmen und einer Enthaltung). Fast muss man sagen: Es wird weiterhin nichts mit dem Anbau, denn das Thema "Erweiterung nach oben oder nach vorne auf den noch verbliebenen Grünstreifen vorne" gärt seit Jahren zwischen Awo und Beirat.

Im städtischen Beratungspapier geht es um den Bebauungsplan zu dieser Erweiterung um 15 Wohneinheiten mit Tiefgarage. Der Bebauungsvorschlag der Awo auf dem Grün löste bei den Bewohnern Kritik aus - zu massiv, Wegnahme der Vorgartenzone, schlechtere Sichtachse, weniger Parkraum. Der Beirat legte einen eigenen Vorschlag vor (dreigeschossige Überbauung des Veranstaltungssaales). "Es kann nicht Aufgabe der Bauleitplanung sein, Interessenkonflikte zwischen Betreiber und Nutzern eines Unternehmens einer Lösung zuzuführen", notiert die Stadt. "Stadtplanerisch kann sowohl die eine als auch die andere Lösung fachlich unterstützt werden."

Die Ratsvertreter waren sich ebenfalls zu dem Thema nicht grün: Während die CDU (Rudolf Müller) der Awo "Realitätsverlust" und die Verweigerung zu weiteren Gespräche mit der Stadt vorwarf, weswegen die CDU dem Bauvorhaben der Awo auf der Wiese nicht zustimmen könne, kritisierte Peter Ippolito (SPD), die CDU falle um, wenn sie jetzt nach Jahren der Vorbereitung den Plan, der mehrere Varianten zulasse, ablehne: "Sie verabschieden sich aus der Wohnungsbaupolitik in Leverkusen, wenn Sie jetzt kneifen", monierte der Sozialddemokrat.

(LH)
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