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Leverkusen
Bahnhofsaufzug steht mal wieder - Rolltreppen laufen

Leverkusen. Ein Fahrradfahrer drückt den Knopf am Aufzug der Bahnhofsbrücke in Opladen. Es tut sich nichts. Der handgeschriebene Notizzettel "Außer Betrieb" auf der Innenseite der Türen ist so angebracht, dass er kaum zu lesen ist. Als der Radler ihn sieht, sagt er: "Na ja, ist eigentlich nichts Neues." Auch ein älterer Mann mit zwei Krücken liest fassungslos den Zettel und quält sich dann die Treppen hoch. Der Weg über die Rampe hoch auf die Brücke ist zu lang.

Seit fast zwei Wochen ist der Aufzug - mal wieder - nicht funktionsfähig. Diesmal sind die starken Regenfälle von vergangener Woche Schuld, die den Lift unter Wasser gesetzt und dadurch den Rufknopf unten außen kaputtgemacht haben. "Leider haben die Firmen keine Ersatzteile mehr auf Lager, sondern müssen alles bestellen", berichtet Ulrich van Acken von der Neuen Bahnstadt Opladen (NBSO). Ob der Knopf noch vor dem Wochenende geliefert und eingebaut werden könne, sei fraglich. "Wir sind darüber auch sehr verärgert." Die Neue Bahnstadt könne aber nichts daran ändern.

Anders als bei den Rolltreppen zu den Bahngleisen. Seit Februar kümmere sich ein Elektriker aus Opladen, der einst bei der Rolltreppenfirma Geyssel gearbeitet habe, darum. "Das klappt prima", sagt van Acken. "Der Mann kann die meisten Störungen zügig beheben, ohne dass erst ein Mitarbeiter von Geyssel aus Köln kommen muss." Häufigste Ursache für einen Stillstand der Rolltreppen sei, dass jemand aus Scherz die Notbremse ziehe. Dies lasse sich dann mit wenigen Handgriffen beheben.

Beim Bahnhofsaufzug könne aber ein solcher "Kümmerer" wenig machen. "Da gehen in der Regel irgendwelche Bauteile kaputt, die man dann erst bestellen muss", erklärt van Acken.

(sug)
 
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