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Leverkusen
Bahnstadt: Am 9. Mai volle Fahrt voraus

Leverkusen: Bahnstadt: Am 9. Mai volle Fahrt voraus
Mit einem solchen MAN-Schienenbus werden die nostalgischen Eisenbahnfahrten am 9. Mai bestritten. Die Plätze sind begehrt. FOTO: Rhein-Sieg Eisenbahn GmbH
Leverkusen. Zum ersten bundesweiten "Tag der Städtebauförderung" hat Leverkusen in der Bahnstadt Großes vor. Höhepunkt wird zweifellos eine nostalgische Eisenbahnfahrt über die Gütergleisstrecke. Von Peter Korn

Da waren sich alle Beteiligten bei der Programm-Präsentation gestern einig: Dass zum "Tag der Städtebauförderung" in der Bahnstadt tatsächlich eine nostalgische Eisenbahnfahrt über die Gütergleisstrecke angeboten werden kann, ist ein echter Glücksfall. Verantwortlich dafür ist Wilfried Müller von der Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH. Der hatte davon gehört, dass der erste Aktionstag, an dem durch Städtebaumittel geförderte Projekte vorgestellt werden sollen, auf dem Gelände des Opladener Vorzeige-Projekts stattfindet. "Und da habe ich einfach mal bei der Bahn angefragt, ob eine solche nostalgische Rundfahrt mit dem aktuellen Fahrbetrieb vereinbar sei", berichtete Müller gestern.

Es war: Und jetzt richten sich die Veranstalter auf bis zu 900 Fahrgäste ein. Los geht die Tour auf dem Gelände des Eisenbahn-Verschrottungs-Betriebs Bender, führt über die alte Gütergleis-Strecke bis Immigrath und dann zurück über die Personenstrecke bis Morsbroich.

"Wir fahren mit restaurierten MAN-Schienenbussen, die einen herrlichen Panoramablick garantieren", kündigte der Bahn-Experte gestern an, der fürs Foto auch schon mal in die Schaffner-Uniform schlüpfte. Am 9. Mai wird er zum Lokführer - die Lizenz besitzt er. Karten zum Preis von fünf Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder gibt es nur im Reisebüro Hebbel. Sechs Fahrten sind vorgesehen.

Freie Fahrt voraus: Vera Rottes und Wilfried Müller. FOTO: Bahnstadt

Das ist natürlich nicht der einzige Programmpunkt, der einen Besuch in der Bahnstadt am 9. Mai lohnen wird: Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn wird den Tag der Städtebauförderung, der von 13 bis 17 Uhr angesetzt ist, gegen 13.15 Uhr im - Infozelt auf der Wiese zwischen Kesselhaus und Magazin eröffnen. Dort will die Bahnstadt GmbH unter anderem eine ganz neue Visualisierung vom geplanten Stadtviertel in Opladen präsentieren. Mit von der Partie sind auch Heike Koralli vom Campus Leverkusen der Fachhochschule Köln und die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WFL). Direkt gegenüber vom Zelt, an der Emmy-Noether-Straße 1, wird der Bauunternehmer Paeschke ein Musterhaus eröffnen.

- Spiel- und Gartenband Seit seiner Eröffnung im September vergangenen Jahres erfreut sich das "Spiel- und Gartenband" an der Fakultätsstraße mit seinem Eisenbahnspielplatz und den verschiedenen Gärten großen Zuspruchs. Die Bedeutung, die es inzwischen als beliebtes Naherholungsziel für die Bahnstadt und die Nachbarschaft gewonnen hat, soll am 9. Mai mit einem Mitmach-Zirkus unterstrichen werden. Jongleure und Akrobaten laden zum Mitspielen ein.

Eisenbahn-Fans gibt es immer noch viele in Opladen: Als im September 2010 eine historische P8 im Opladener Bahnhof Wasser nachtankte, säumten Hunderte Hobbyfotografen die Zugstrecke. FOTO: uwe miserius (archiv)

- Fotoausstellung in der alten Ausbesserungshalle 1: Seit 2007 verfolgt der "Verein für künstlerische Bildmedien" den Wandel auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks. In einer separaten Halle innerhalb der alten Ausbesserungshalle 1 präsentieren 14 Fotografen die Entwicklung in der Bahnstadt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Parallel zur Indoor-Fotoausstellung präsentiert der Verein an Fünf Open Air Standorten weitere große "Vorher-Nachher-Perspektiven" - etwa am heutigen Funkenturm.

- Kulturausbesserungswerk Das KAW ist mit mehreren Programm-Bausteinen in den Tag eingebunden, unter anderem werden das "Okester Pension Tina" (14-köpfiges Orchester) und die KAW-Band (sechs Personen) mehrere Auftritte bestreiten.

- Haus der Jugend Das Haus der Jugend Opladen konzentriert sich mit seinem Leiter Rüdiger Porsch ganz auf die Schallschutzwand zwischen KAW und Quartier am Campus. 15 Graffiti-Künstler gestalten sie in einem "Graffiti-Meeting". Ein DJ sorgt für die passende Musik.

Quelle: RP
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