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Leverkusen
Bahnstadt: Startschuss für Europa-Allee

Leverkusen: Bahnstadt: Startschuss für Europa-Allee
Die künftige Haupterschließungsstraße der Bahnstadt West wird parallel zum 1,2 Kilometer langen neuen Gütergleis verlaufen. FOTO: Willy Borgfeldt
Leverkusen. Noch diesen Monat startet der Bau der Europa-Allee. Die Haupterschließungsstraße der Bahnstadt West wird parallel zum 1,2 Kilometer langen neuen Gütergleis verlaufen. In den nächsten Tagen beginnen die ersten Vorbereitungen. Von Peter Clement

Es geht zwar voran auf der Bahnstadt-Westseite - doch um tatsächlich mit den Bauarbeiten beginnen zu können, muss der Boden zunächst von überschüssigem Material, wie Fundamentresten aus der Zeit des Bahn-Ausbesserungs-werks, befreit werden. Der Bau der Europa-Allee - er erfordert eine ausgesprochen akribische Vorbereitung.

Daher informierten Geschäftsführerin Vera Rottes, und Prokurist Andreas Schönfeld gestern auch erst einmal ausführlich über diese so genannte Baufeld-Freimachung: "Die Anwohner dabei so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, hat höchste Priorität", versicherte Rottes.

Auf der Westseite des Areals des ehemaligen Ausbesserungswerks Opladen soll bis 2020 die Bahnstadt West entstehen, mit abwechslungsreicher Vielfalt an Gewerbe, Einzel handel, Büros und Wohnen. . FOTO: miserius

Pulsader des Westteils Um die rund zwölf Hektar große Fläche, auf der das moderne Stadtviertel weitgehend barrierefrei an das Zentrum Opladen anschließen und eine architektonisch abwechslungsreiche Vielfalt an Gewerbe, Einzelhandel, Büros und Wohnen bieten soll, erschließen und bebauen zu können, sind einige Anstrengungen vonnöten. Zunächst mussten die alten Gütergleise verlegt werden. Die Europa-Allee (ehemals unter dem Arbeitstitel "Neue Bahnallee" bekannt)ist das nächste Etappenziel. Sie soll als Haupterschließungsstraße fungieren und das Opladener Zentrum vom Durchgangsverkehr entlasten.

Bodenqualität Das künftige Baufeld für die Europa-Allee muss Rottes zufolge aufwändig aufbereitet werden. Denn dort liegen Fundamente einer alten Drehscheibe, die von 1900 bis 1965/66 in Betrieb war, ein ehemaliger Ölabscheider und ein altes Tanklager im Erdreich ver-steckt. Zudem werden betriebsbedingte Schadstoffe in den Böden vermutet. Die industriellen "Hinterlassenschaften" werden laut Bahnstadt-Chefin aus dem Erdreich ausgehoben. Bei den Erdbauarbeiten sollen rund 12.000 Kubikmeter Boden auf dem zukünftigen Baufeld bewegt werden. Die abgetragenen Böden werden überprüft und anschließend fachgerecht entsorgt.

Park-and-Ride-Anlage bleibt

Gute Nachricht gestern am Rande: Die Park-and-Ride-Anlage ist von den Baumaßnahmen nicht betroffen und soll weiter uneingeschränkt zugänglich sein.

Anwohnersicherheit

Obwohl aktuell auf dem Baufeld der Europa-Allee keine Verdachtspunkte für Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg mehr bekannt sind, sollen die Böden schichtweise abgetragen und auf Kampfmittel untersucht werden.

Ziel: Maximale Kooperation, minimale Beeinträchtigung

Die mit der Baufeldfreimachung beauftragte Firma ist Rottes zufolge dazu verpflichtet, lärmintensive Maßnahmen ausschließlich werktags von sieben bis 17 Uhr durchzuführen. Verunreinigungen auf öffentlichen Straßen werden durch Kehrmaschinen entfernt, um Staub zu reduzieren.

Quelle: RP
 
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