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Leverkusen
Balkantrasse nimmt rasant Fahrt auf

Leverkusen. Nach dem Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung starten die Arbeiten nun durch. Förderverein ist zufrieden. Von Peter Korn

Eigentlich haben sie ja schon begonnen, die Arbeiten am Leverkusener Teilstück der Balkantrasse von Burscheid-Kuckenberg bis Opladen. Ein Unternehmen ist zurzeit dabei, links und rechts der Trasse einige Meter weit Brombeerhecken und anderes störendes Gehölz zu roden, das in den Radweg hineinwuchern könnte, und Arbeiter bauen zurzeit an der Brücke Romberg eine Tunnelröhre für die künftigen Fahrradtouristen.

Doch mit den jetzt von der Kölner Bezirksregierung avisierten mehr als 1,5 Millionen Euro Fördermittel kann die Trasse richtig durchstarten. Regierungspräsidentin Gisela Walsken hatte vorgestern den entsprechenden Zuwendungsbescheid unterschrieben (wir berichteten). Angesichts der Gesamtkosten von 1,88 Millionen Euro bedeutet das einen Landes-Förderanteil von 80 Prozent. 700.000 Euro sind noch in diesem Jahr zuteilungsfähig, 500.000 für 2014 vorgesehen. 2015 können dann die restlichen 300.000 Euro abgerufen werden. Knapp 400.000 Euro trägt der Förderverein Balkantrasse.

Dessen zweiter Vorsitzender Hartmut Lehmler zeigte sich gestern "richtig glücklich" darüber, dass nun alles in trockenen Tüchern ist. Man wolle sich jetzt zügig mit der Stadt zusammensetzen, um die Ausschreibung der Arbeiten vorzubereiten, erläuterte er im Gespräch mit unserer Zeitung. "Vier Wochen nach der Ausschreibung wollen wir dann die Arbeiten vergeben, dann kann es richtig losgehen." Nicht einen einzigen Moment habe er daran gezweifelt, dass das Unternehmen Balkantrasse zum Erfolg würde, betonte Lehmler weiter – auch wenn es bei der Gründung des Fördervereins im Jahr 2010 noch alles andere als rosig ausgesehen habe.

"Man muss seine Ziele konsequent verfolgen dann schafft man es auch", gab der Vereins-Vize zu Protokoll und dankte gleichzeitig allen seinen Mitstreitern, aber auch der Deutschen Bahn, die rund 230.000 Euro zum aufzubringenden Eigenanteil beigesteuert hatte, sowie der Stadt Leverkusen für ihre Unterstützung.

Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn gab das Lob gleich an den scheidenden Finanzdezernenten Rainer Häusler weiter. Dieser habe sich "unheimlich reingehängt".

Für Buchhorn ist das Ergebnis der Balkantrasse aber auch ein schöner Beleg dafür, dass sich eine aufgeschlossene Haltung gegenüber der Stadt auszahlt: "Wer wirklich konstruktiv mit uns zusammenarbeitet", betont der Stadtchef, "der wird letzten Endes auch erfolgreich sein."

Quelle: RP
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